Gerissenes Kalb bei Chemnitz

14.11.2016

© Archiv

Nicht zweifelsfrei bestätigt werden konnte, ob ein Wolf das Kalb tötete.

Chemnitz. Über Wolfsangriffe auf Nutztiere hatte Sandra Pährisch erst kürzlich in der BauernZeitung (Heft 43/2016, S. 38 f.) gelesen. Dass sie die dort abgedruckten Bilder von gerissenen Kälbern wenig später auch in der Realität vor sich sehen würde, befürchtete die Landwirtin aus Chemnitz-Klaffenbach zu diesem Zeitpunkt noch nicht. Doch fand sie auf ihrer Mutterkuhweide morgens den Kadaver eines neugeborenen Kalbes.  Der Zustand des Tieres legte den Verdacht nahe, dass es sich um einen Wolfsriss handeln könnte – was der herbeigerufene Revierjäger ebenfalls für sehr wahrscheinlich hielt. Zweifelsfrei festzustellen war dies durch die Mitarbeiter des Veterinäramtes nicht mehr, als sie zur Untersuchung vor Ort erschienen. Und dies auch, weil das Kalb vom Fundort weggebracht worden war. Polizeibeamte, die den Fall aufnahmen, hatten sie dazu aufgefordert, so die Halterin.


Sandra Pährischs Landwirtschaftsbetrieb hält Mutterkühe und mästet Kälber. Rund 150 Tiere ist der Rinderbestand insgesamt groß. Der Angriff hat die Landwirtin nun alarmiert. Die Weide befindet sich direkt hinter der am Ortsrand gelegenen Hofstelle, wo auch die Zelthallen stehen, in denen die Mastkälber gehalten werden.


Sollte es sich – was nicht auszuschließen ist – tatsächlich um einen Wolfsangriff gehandelt haben, wäre dies in der Region Chemnitz ein Novum. Wolfsrisse in Nutztierbeständen beschränkten sich bisher weitgehend auf die östliche Hälfte Sachsens.

Umfrage: Ferkelkastration



Wie steht es um den Wissens- und Qualifikationsbedarf bezogen auf Alternativen zur betäubungslosen Ferkelkastration?

Zur Umfrage

ANZEIGE

ANZEIGE

ANZEIGE

Diese Webseite verwendet Cookies. Wenn Sie durch unsere Seiten surfen, erklären Sie sich mit unseren Nutzungsbedingungen einverstanden.

Erfahren Sie mehr