Futtermittelbericht 2014: Positive Bilanz

08.09.2015

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Den Hofladen der Agrarproduktion Struppen stellten die Geschäftsführer Ines Senger (2. v. r.) und Uwe Scheumann (2. v. l.) der sächsischen Verbraucherschutzministerin Barbara Klepsch (Mitte) vor.

Vergangene Woche präsentierte das Staatsministerium für Soziales und Verbraucherschutz (SMS) in der Agrarproduktion „Am Bärenstein“ Struppen eG seinen Jahresbericht 2014 zur amtlichen Lebens- und Futtermittelüberwachung.
Nicht nur bei der Agrarproduktion in Struppen, sondern auch bei knapp 90 % der kontrollierten Betriebe haben die amtlichen Kontrollen der örtlich zuständigen Lebensmittelüberwachungsbehörden im Jahr 2014 keinerlei Beanstandungen ergeben. Insgesamt wurden im Berichtsjahr von fast 64 000 statistisch erfassten Lebensmittelunternehmen 37 512 Betriebe kontrolliert, das entspricht 58,9 %. Die Zahl der Kontrollen wurde im Vergleich zum Vorjahr um über 3 500 Betriebe auf 80 356 erhöht. Grund dafür ist die risikoorientierte Vorgehensweise der Behörde. Es habe sich in der Vergangenheit bewährt, Lebensmittelunternehmen mit höherem Risiko häufiger zu kontrollieren als solche mit niedrigerem Risiko, so Verbraucherschutzministerin  Barbara Klepsch. Im Vergleich zu 2013 mit 5,2 % der Fälle leicht rückläufig, wurden dabei erhebliche Mängel (Verstöße gegen lebensmittelrechtliche Vorschriften) festgestellt, die entsprechende Sanktionsmaßnahmen zur Folge hatten.


Bei den Kontrollen wurden Proben entnommen, die zu 11,2 % beanstandet wurden. 8,4 %  der Proben enthielten Kennzeichnungsmängel wie unzutreffende Werbeaussagen oder mangelhafte Kennzeichnung in Bezug auf Zusammensetzung und Energiegehalt. Häufige Ursachen von Beanstandungen waren auch die Einhaltung von Hygieneregeln und -vorschriften bei der Herstellung von Lebensmitteln, insbesondere im Bäckerhandwerk. Interessant war auch die Auswertung der Kontrollen pflanzlicher Lebensmittel  auf Pflanzenschutzmittelrückstände.


Über die Hälfte der Proben konnten keine bestimmbaren Rückstände verzeichnen. In den wenigen Proben mit Überschreitung des Rückstandshöchstgehalts ergaben die durchgeführten Abschätzungen zur Rückstandsaufnahme, dass eine Gesundheitsgefährdung von Kindern und Erwachsenen in allen Fällen mit hoher Wahrscheinlichkeit ausgeschlossen werden kann.


Weiterhin führten 2014 die Futtermittelkontrolleure 1 024 unangemeldete Futtermittelkontrollen durch. Dabei wurden 1 093 Proben entnommen, an denen insgesamt 7 464 Analysen durchgeführt wurden. Die Futtermittelkontrolle findet auf allen Stufen der Produktionskette statt. So wurden im zurückliegenden Jahr 769 Futtermittelunternehmer, davon 546 Primärproduzenten, d. h. Landwirte, überprüft. Es wurden weiterhin 68 Hersteller von Mischfuttermitteln, teils mehrmals im Jahr, 46 Einzelfuttermittelhersteller und über 100 Handelsbetriebe aufgesucht und überprüft. Die Auswahl der Betriebe erfolgt dabei auf einer zu Beginn des Kontrolljahres durchgeführten Risikoanalyse, die jährlich aktualisiert wird. Wie Rüdiger Helling, Referatsleiter für Lebensmittelsicherheit im SMS, sagte, waren die Proben unauffällig, und man könne von einer hohen Qualität der Futtermittel in Sachsen ausgehen.


Sächsische Lebensmittel sind unbedenklich sicher und von hoher Qualität.  Dies ist ein deutliches Signal, das für die Vermarktung und den Kauf heimischer Produkte spricht.

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