Freistaat zahlt mehr Ökoprämie

22.05.2018

© Sabine Rübensaat

Die ökologisch bewirtschaftete Fläche in Sachsen ist erneut deutlich gewachsen. Wie das Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft mitteilt, wurde 2017 für über 52.000 ha Anbaufläche Ökoprämie beantragt, das sind 11.700 ha oder rund 30 % mehr als noch 2016. Die Zahl der antragstellenden Betriebe stieg von 537 auf 617. Die Betriebe haben dieser Tage Mittel in Höhe von fast 15 Mio. € als Prämie für die Bewirtschaftung ihrer Flächen nach den Grundsätzen des Ökolandbaus erhalten. Gegenüber 2016 ist dies eine Steigung um 43 %. Die zusätzlich benötigten Mittel konnten über Umschichtungen im Entwicklungsprogramm für den Ländlichen Raum bereitgestellt werden.


Noch etwas höher fällt der Zugewinn für den Ökolandbau aus, berücksichtigt man alle im Ökokontrollsystem gemeldeten Betriebe und ihre Flächen. Demnach gab es 2017 im Freistaat 676 landwirtschaftliche Ökobetriebe (+72 gegenüber 2016) mit 57.400 ha ökologisch bewirtschafteter Fläche (+9.250 ha). Seit 2015 ist der Zuwachs stärker, nachdem zuvor in etwa jährliche Steigerungsraten um rund 2 % zu verzeichnen gewesen waren.


Über die Produktionsausrichtungen der umstellenden Betriebe liegen dem Ministerium keine exakten Zahlen vor. Deutlich wird jedoch, dass die durchschnittliche Größe der Betriebe anwächst. Sie betrug im Jahr 2017 bereits 92,7 ha gegenüber 83 ha im Jahr zuvor. Auch der Tierbesatz nimmt zu. Dies gilt insbesondere für Milchkühe, deren Besatz je 100 ha sich seit 2015 mit einem Wert von fünf Kühen auf mittlerweile 13 nahezu verdreifacht hat.

Diese Webseite verwendet Cookies. Wenn Sie durch unsere Seiten surfen, erklären Sie sich mit unseren Nutzungsbedingungen einverstanden.

Erfahren Sie mehr