Fazit der Messe "Jagd und Angeln"

14.10.2016

© Karsten Bär

Wald und Wild im Mittelpunkt: Minister Schmidt enthüllte gemeinsam mit Schülern das Logo des neuen waldpädagogischen Zentrums OberHolzHaus.

Was haben die Jagd, der Angelsport und das Sportschießen mit der Landwirtschaft gemeinsam? Die Antwort auf diese Frage konnte man zu Beginn der diesjährigen „Jagd und Angeln“ in Leipzig-Markkleeberg hören: Sie alle stehen unter oft unberechtigter Kritik aus Teilen der Gesellschaft und leiden nicht selten unter kaum zu begründender Regulierung. So zumindest lassen sich die Statements interpretieren, die während der Messeeröffnung abgegeben wurden. Agrar- und Forstminister Thomas Schmidt nahm auf die Kritik gegenüber Landwirtschaft und Jagd Bezug, ebenso wie Landesanglerverbandspräsident Friedrich Richter die Angriffe von Tierrechtsgruppen erwähnte und der Obermeister der mitteldeutschen Büchsenmacherinnung, Helmut Adamy, auf die Forderungen nach weiteren Verschärfungen des Waffenrechts hinwies, die legale Waffenbesitzer unter Generalverdacht stellten.


Auf der Messe selbst blieben diese Diskussionen indes außen vor: In positiver Grundstimmung durchgeführt, konnte sich die 26. Auflage der Veranstaltung auf dem Markkleeberger agrar-Veranstaltungsgelände mit erweitertem Aktions- und Ausstellerangbot erneut als Publikumsmagnet unter Beweis stellen. 220 Aussteller zeigten eine vielseitige Auswahl an Sport- und Jagdwaffen, Geräten, Zubehör und Bekleidung oder  offerierten Informations- und Lehrangebote, so etwa an den Ständen von Sachsenforst, der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald und dem Sächsischen Landesjagdverband.


Erneut als Stammgast auf der Messe vertreten war der Sächsische Schaf- und Ziegenzuchtverband, der die Leistungsprüfung und Herdbuchaufnahme der Landschafrassen im Rahmen der „Jagd und Angeln“ durchführte. 40 Züchter präsentierten hierbei 150 Tiere. Besucher konnten dar­über hinaus viel über Zucht und Haltung von Schafen sowie Verarbeitung und Vermarktung von Schafprodukten erfahren.


Ebenfalls wie in anderen Jahren waren auch die Mitteldeutschen Fuhrmannstage wieder fester Programmpunkt der Messe – in ihrer 20. Auflage dieses Mal als Jubiläumsveranstaltung und mit 90 Pferden sowie 40 Aktiven. In diesem Rahmen fand zudem die sächsische Meisterschaft im Holzrücken mit Kaltblutpferden statt, die wieder den gewohnt guten Besucherzuspruch erhielt.


Seitens der Messeleitung wurde ein positives Fazit der Messe gezogen. Die Veranstaltung sei sehr gelungen gewesen und habe, so die Geschäftsführerin der agra-Veranstaltungs   GmbH, Alexandra Feldmann, „den verantwortungsvollen Umgang mit der  Natur an sich, mit dem  Wald, dem Wasser  und  unseren  Wildtieren  aufgezeigt  und  den  Besuchern nähergebracht.“

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