Fachschul-Wohnheim wird Flüchtlingsunterkunft

16.12.2015

© Constanze Lenk

Das Wohnheim des Fachschulzentrums soll zur Unterbringung von Flüchtlingen hergerichtet werden.

Das Landratsamt Mittelsachsen will das Wohnheim des Landwirtschaftlichen Fachschulzentrums Freiberg-Zug für die vorübergehende Unterbringung von bis zu 120 Flüchtlingen nutzen. Hintergrund ist die hohe Zahl an Zuweisungen Asylsuchender, die den Landkreis dazu zwingt, verstärkt eigene Immobilien für die Unterbringung zu nutzen. Die bislang im Wohnheim untergebrachten Fachschüler – Medienberichten zufolge sind es insgesamt 26 – sollten ihre Zimmer bis Ende dieser Woche räumen. Ihnen werde alternativ das Internat am Beruflichen Schulzentrum „Julius Weisbach“ in Freiberg  angeboten, erklärte ein Sprecher des Landratsamtes Mittelsachsen. Weiterhin betonte er, dass die Nutzung des Wohnheims zum Zwecke der Unterbringung von Flüchtlingen lediglich als vorrübergehende Lösung gedacht sei, man einen fixen Zeitraum jedoch nicht nennen könne.

 

Gegen die Entscheidung hat der Schülerrat beim Landratsamt Protest eingelegt. Auch der Zuger Ortschaftsrat spricht sich vehement gegen die Nutzung des Wohnheims als Unterkunft für Asylbewerber aus.

 

Das Fachschulzentrum Freiberg-Zug ist eine von fünf landwirtschaftlichen Fachschulen in Sachsen, jedoch die einzige, die sich in Trägerschaft eines Landkreises befindet. Angeboten werden in Freiberg-Zug Fortbildungen zum Staatlich geprüften Techniker für Landbau bzw. für Umwelt/Landschaft und zum Staatlich geprüften Betriebsleiter Hauswirtschaft.

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