Erhard-Braune-Tierschutzpreis

27.03.2013

 

 

Im Rahmen ihres Züchterballs hat die Rinderzuchtgemeinschaft Großenhain e. V. (RZG) am 1. März in Roda verdienstvolle Landwirtschaftsbetriebe aus dem Landkreis Meißen ausgezeichnet sowie den diesjährigen Preisträger des Erhard-Braune-Tierzuchtpreises geehrt. Die ausgezeichneten Betriebe hätten im vergangenen Jahr durch hohe Milchleistungen, gute Inhaltsstoffe, gesunde und langlebige Tiere, eine hohe Fett-Eiweiß-Produktion oder beste Milchqualitäten von sich reden gemacht, so Tilo Eysold, Vorstandsvorsitzender der RZG. Verbunden mit anerkennenden Worten und besten Wünschen überreichten Ullrich Delling, Geschäftsführer des Sächsischen Landeskontrollverbandes (LKV), und die Meißner Oberleistungsprüferin des LK, Christine Platz, die Auszeichnungsplaketten an Vertreter aus den Betrieben Milchhof Diera, Lehmann GbR Nauleis, Milchcenter Prausitz, Agrargenossenschaft Radeburg, Agrargenossenschaft Niederau, Agrarunternehmen Lommatzscher Pflege, Agrarproduktion Stösitz und Cunnersdorfer Agrar GmbH.


Der zum inzwischen 16. Mal vergebene Erhard-Braune-Tierzuchtpreis wurde von Carola Förster vom Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie und im Beisein der Witwe des Preisstifters, Helga Braune, an Schäfermeister Winfried Weinhold aus Riesa-Göhlis überreicht. Nicht nur in der Zucht von Merinofleischschafen hat sich Winfried Weinhold verdient gemacht, auch bei den Hütewettbewerben der Schäfer hat er sich in vielen Jahren einen guten Ruf erworben. Zudem engagiert sich der Schäfermeister in der Zucht und Ausbildung von Hütehunden. Mit der Vergabe des Tierzuchtpreises an einen Schafhalter beweise die Rinderzuchtgemeinschaft, dass sie auch über den Tellerrand blicke, so Tilo Eysold.  Im Vorjahr hatte Dieter Schlunke vom Milchhof Diera den Preis erhalten. 


Mit einer Festrede des Landrates a. D. Rainer Kutschke zum 20-jährigen Bestehen der RZG fand die Zeremonie ihren krönenden Abschluss. Kutschke hatte gemeinsam mit Christian Rendke das Kuratorium zur Förderung des ländlichen Raumes aus der Taufe gehoben, das von 1998 bis 2009 wirkte und den Wettbewerb für verdiente Landwirtschaftsbetriebe der Region auslobte. Der Redner verwies auf die lobenswerte Rolle, die die sieben Gründungsmitglieder der RZG bereits nach der politischen Wende zur Organisation der regionalen Züchter gespielt hatten. Dank dieser Impulse sei es zur Gründung der RZG gekommen, die am 10. Mai 1993 ins Vereinsregister eingetragen wurde. Seither ist der Verein eine feste Säule für die Züchter. Regelmäßig werden Winterseminare angeboten, bei denen es um die Zucht von Milch- und Fleischrindern, die Vermarktung landwirtschaftlicher Produkte und um veterinärmedizinische Fragen geht. Darüber ­hinaus werden Lehrfahrten im Herbst und im Frühjahr organisiert, die zu Zielen in Deutschland und dem europäischen Ausland führen und sehr beliebt sind. Auch die Förderung junger Züchter ist ein Schwerpunkt der Arbeit der RZG.   

 

Karsten Bär

 

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