Düngeverordnung

21.03.2017

© Sabine Rübensaat

Das Ausbringen organischer Düngemittel wird noch strenger reguliert. Die Neufassung der Düngenovelle wird die sächsischen Landwirtschaftsbetriebe vor große Herausforderungen stellen.

Der Sächsische Landesbauernverband (SLB) hat sich für eine schnelle Verabschiedung der novellierten Düngeverordnung (DüV) ausgesprochen. Über die Neufassung der Verordnung wird am 31. März im Bundesrat abgestimmt. Vor dem Hintergrund der gegen Deutschland von der Europäischen Kommission beim Europäischen Gerichtshof eingereichten Klage wegen unzureichender Umsetzung der EU-Nitratrichtlinie befürworte man eine zügige Umsetzung, auch wenn die Verordnung erhebliche Auswirkungen auf die Landwirtschaftsbetriebe haben werde, teilt der SLB in einer Pressemitteilung mit. „Ein weiteres Taktieren oder Instrumentalisieren der Düngeverordnung für einen Wahlkampf auf dem Rücken der Landwirte lehnen wir entschieden ab“, heißt es in der Mitteilung. „Die Landwirte brauchen politisch verlässliche Rahmenbedingungen ohne weitere Verschärfungen, um im europäischen und weltweiten Wettbewerb bestehen zu können. Deshalb sollten die Verhandlungen zügig zum Abschluss gebracht werden.“


Besorgt, dass es im letzten Moment wieder zu einer Verzögerung kommen könnte, zeigte sich auch Sachsens Agrarstaatssekretär Herbert Wolff. Im Rahmen des „Forums für junge Fach- und Führungskräfte“ vergangene Woche in Großenhain verwies er auf die eingegangenen Änderungsanträge einiger Bundesländer mit Regierungsbeteiligung von Bündnis 90/Die Grünen. Er sei dennoch vorsichtig optimistisch, dass die erzielte Einigung Bestand haben werde.


Trotz des Votums für eine zügige Umsetzung der Novelle verweist der SLB auf „gewaltige ­Herausforderungen“, die mit der neuen Düngeverordnung ver­bunden seien. Erforderlich werde ein weitreichender Anpassungsprozess in der Fruchtfolge und bei betrieblichen Abläufen. Zudem werde der notwendige Investitionsbedarf für Ausbringungsgeräte und Lagerkapazi­täten die Konkurrenz um landwirtschaftliche Fläche weiter verschärfen, befürchtet der Verband.

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