Drittbeste Zuckerrübenernte

07.02.2017

© Karsten Bär

Am Feldrand werden Zuckerrüben verladen. Im Schnitt war es für die Rübenanbauer in Sachsen und Thüringen die drittbeste Ernte aller Zeiten. Regional schwankten die Erträge jedoch beträchtlich.

Die sächsisch-thüringischen Zuckerrübenanbauer haben 2016 die drittbeste Rübenernte aller Zeiten einfahren können.  Darauf verwies der Vorsitzende des Verbandes Sächsisch-Thüringischer Zuckerrübenanbauer, Ralf Hentzschel, Anfang der Woche bei einer von der Südzucker AG organisierten Winterversammlung im „Groitzscher Hof“ in Klipphausen. Über das gesamte Einzugsgebiet in Sachsen, Thüringen sowie einzelnen Regionen in Sachsen-Anhalt und Südbrandenburg hinweg wurden auf einer Gesamtanbaufläche von 24.600 ha durchschnittlich 72,1 Tonnen je Hektar (t/ha) geerntet (Vorjahr: 69,4 t/ha). Nur in den Jahren 2014 (84,7 t/ha) und 2011 (72,9 t/ha) wurde bislang mehr geerntet. Regional fielen die Ertrag jedoch sehr unterschiedlich aus – sie reichen von 40 t/ha bis 100 t/ha.

Mehr Ertrag in Brottewitz, mehr Zucker in Zeitz

Im Einzugsbereich der Zuckerfabrik Zeitz wurden von 714 Betrieben auf 16.432 ha Zuckerrüben angebaut. Bei einem durchschnittlichen Hektarertrag von 71,6 t konnten  1,176 Mio. t Zuckerrüben angeliefert werden. Der Zuckergehalt lag mit 17,97 % fast auf Vorjahresniveau. Gleiches gilt für den Bereinigten Zuckergehalt, der 16,03 % betrug. Die Verarbeitung in Zeitz endete nach 95 Tagen am 24. Dezember.

Für die Zuckerfabrik Brottewitz bauten 408 Betriebe auf insgesamt 8.141 ha Rüben an. Angeliefert wurden 595.240 t. Der mittlere Rübenertrag lag bei 73,1 t/ha, jedoch fiel der Zuckergehalt mit 17,48 % geringer aus als der im Zeitzer Einzugsbereich. Der BZG erreichte nur 15,58 %. Bedingt durch kleinere technische Störungen, vor allem aber durch Schwarze Rüben, die in der Elbaue zwischen Brottewitz und dem Raum Jessen vermehrt auftraten, wurde die Verarbeitung behindert, so dass hier die Kampagne 102 Tage dauerte und erst am 31. Dezember abgeschlossen wurde.

Verband mit Preisen zufrieden

Etwas mehr als 80 % der gelieferten Rüben werden – letztmalig - als Quotenrüben abgerechnet, für ein Grundpreis von 27,50 Euro/t gezahlt wird. Ein durchschnittlicher Rübenerzeuger kann mit einem mittleren Quotenrübenpreis von 36, 21 Euro/t rechnen, wie Hentzschel erklärte. Alle anderen Rübenkategorien – Ethanolrüben, Vertragsindustrierüben und Industrierüben – werden in diesem Jahr einheitlich mit einem Grundpreis von 24 Euro/t bezahlt, was zu mittleren 34,80 und 30,41 Euro/t führt. Insgesamt, so Hentzschel, hätten die Preisverhandlungen mit Südzucker zu „akzeptablen Ergebnissen“ geführt.

Für das neue Anbaujahr, in dem Quoten nun keine Rolle mehr spielen, haben die sächsischen-Thüringischen Anbau auf Grundlage ihrer bisherigen Lieferrechte mit Südzucker über 2 Mio. t Zuckerrüben  als Kontraktmenge vereinbart. Die Anbaufläche wird dann für beide Zuckerfabriken auf mindestens 29.200 ha wachsen. Wie Rainer Schechter, Leiter des Südzucker-Geschäftsbereichs Zucker/Rüben erklärte, sei damit die angestrebte Auslastung der Zuckerfabriken mit 120-Kampagnetagen fast punktgenau erreicht.

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