Columbus ist Champion

26.02.2015

© Karsten Bär

Unter den Siegern der sechs in Meißen aufgetriebenen Rassen wurden vor Auktionsbeginn der Champion und der Reservesieger der Zuchtveranstaltung ausgewählt.

Ein positives Fazit haben Veranstalter und Beschicker nach der diesjährigen Sächsischen Bullenauktion im Masterrind-Vermarktungszentrum in Meißen ziehen können. Mit einem durchschnittlichen Verkaufspreis über alle Rassen von 3 066 Euro je Tier konnte das Preisniveau des vergangenen Jahres wieder erreicht werden. 42 der insgesamt 46 aufgetriebenen Vererber fanden in der Versteigerung einen neuen Besitzer. „Die Qualität der Tiere war hoch, der Zuspruch der Besucher erfreulich“, konstatiert ­Clemens Braschos, Zuchtleiter Fleischrind bei der Masterrind GmbH. Gäste aus ganz Ostdeutschland sowie aus Niedersachsen waren in Meißen zugegen. Ebenso konnten wieder Züchter aus Tschechien begrüßt werden, die allein sieben Bullen ersteigerten.

In der Prämierung der besten Bullen, die der Auktion am Donnerstag vergangener Woche vorangegangen war, setzte sich als Champion der Veranstaltung mit Columbus (Vater: Caid) ein Limousinbulle aus der Zucht des Limousinhofes Klemm aus Hartmannsdorf-Reichenau durch. Mit den Körnoten 8/8/8 bewertet, präsentierte sich das sechszehn Monate alte Tier als ein sehr ausgeglichener Bulle, der durch seine Ausstrahlung zu überzeugen wusste. „Er steht voll im Rassebild, hat ein feines Fundament und ist ein enormer Fleischträger“, urteilt Braschos über den Champion. „An diesem Bullen kam man nicht vorbei.“ Versteigert wurde Columbus zum Preis von 4 200 Euro an einen Thüringer Zuchtbetrieb. Im Durchschnitt erzielten die Limousinbullen, die für Beträge zwischen 2 100 und 5 000 Euro den Besitzer wechselten, in der Auktion 3 090 Euro.

Zum Reservesieger der Veranstaltung wurde der Fleckviehbulle Travis (V: Turareg, Körnoten: 8/8/8) gekürt, den der Zuchtbetrieb Reiner Schulz aus Oelsnitz aufgetrieben hatte. Obwohl mit 13 Monaten noch sehr jung, habe dieser genetisch hornlose Bulle bereits eine enorme Entwicklung gezeigt, schätzt der Zuchtleiter ein. Ausgewogen bemuskelt und vor allem im Seitenbild überzeugend, sei das Tier auch wegen seiner Genetik aus der väterlichen Linie interessant. Travis wurde zum Höchstgebot der Auktion für 5 300 Euro an einen sächsischen Züchter versteigert. Im Schnitt wurden für Fleckviehbullen 2 926 Euro gezahlt. Die Spanne reichte von 1 700 bis 5 300 Euro.

In die nähere Auswahl für die Kür des Champions war auch der Rassesieger der Charolaisbullen gekommen. Jumper, ein Junior-Sohn aus der Zucht von Lothar Strohbach aus Bahretal, setzte sich unter den  sechs Bullen dieser Rasse durch. Er hatte mit 8/9/8 die besten Körnoten erhalten. Hervorragend entwickelt zeigte er ein gutes Seitenbild und vor allem enorm Fleisch in der Keule. Jumper wurde für 4 000 Euro an einen sächsischen Betrieb versteigert. Charolaisbullen erzielten bei einer Spanne von 3 300 bis 4 200 Euro im Schnitt einen Verkaufspreis von 3 833 Euro und damit das beste Rasseergebnis der diesjährigen Auktion, wobei jedoch drei der sechs Bullen nicht versteigert werden konnten.

Unter den sieben aufgetriebenen Angusbullen setzte sich der Jetstream-Sohn Jasper (Körnoten: 8/8/7) vom Zuchtbetrieb Manfred Bether aus Elsterheide als Rassesieger durch. „Ein sehr junger Bulle, der bereits auf eine tolle Entwicklung sowie auf gute Tageszunahmen verweisen kann“, wie Clemens Braschos erklärte. Der schwarze Aberdeen-Angusbulle wurde zum Rasse-Höchstgebot von 4 500 Euro versteigert und wird künftig als Besamungsbulle eingesetzt. Im Durchschnitt wurden für die sechs  verkauften Vererber der Rasse 3 333 Euro geboten.

Sehr zufrieden zeigte sich der Zuchtleiter mit den aufgetriebenen Bullen der Rasse Blonde d’Aquitaine, die allesamt von der Gimmlitztaler Mutterkuh GmbH aus Hartmannsdorf-Reichenau gestellt wurden. „Eine sehr schöne Kollektion, die sich auch in anderen Bundesländern sehen lassen kann“, so Braschos. Da es etwas ältere Bullen waren, seien die Vorzüge der Rasse besser zur Geltung gekommen. Unter den drei Tieren stach der genetisch hornlose Utz (V: Ulfila, Körnoten: 8/8/8) heraus. Der Rassesieger kam für 3 800 Euro „unter den Hammer“ und wird künftig im Raum Meißen als Deckbulle für die Kreuzung eingesetzt werden. Im Schnitt wurden 2 900 Euro für Bullen dieser Rasse gezahlt.

Konkurrenzlos ins Rennen gegangen war der Aubrac-Bulle Romodor (V: Rasmus, Körnoten: 8/8/7) vom Limousinhof Klemm, der für 2 100 Euro versteigert wurde.

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