Bullenauktion: Rossi im Glück

27.02.2014

© Karsten Bär

Wurde Champion in Meißen: Fleckviehbulle Rossi, ein Rosenherz-Sohn aus dem Stall von Thomas Eydner.

Erneut war es ein Fleckviehbulle, der die Körkommission bei der 23. Sächsischen Fleischrindkörung und -auktion am 19. und 20. Februar im Masterrind-Vermarktungszentrum in Meißen am meisten überzeugte: Die Schärpe des Champions ging an Rossi, einen Rosenherz-Sohn aus dem Stall des Frohburger Fleckvieh-Züchters Thomas Eydner. „Einer der besten Fleckviehbullen, die ich in den vergangenen Jahren gesehen habe“, urteilt Clemens Braschos, Fleischrindzuchtleiter bei der Masterrind GmbH. Nicht nur Rossi, sondern die Fleckviehbullen überhaupt zeigten sich in diesem Jahr ausgesprochen stark in Meißen – und dies auch bei den Preisen, die die auftreibenden Betriebe bei der Auktion erzielen konnten.

Mit 21 Bullen stellte das Fleckvieh die größte Tierzahl aller Rassen der Veranstaltung, bei der insgesamt 53 Tiere aufgetrieben worden waren. Die Nachfrage nach „Fleckis“ war – nach etwas verhaltenem Zuspruch im vergangenen Jahr – sehr groß. Alle Bullen dieser  Rasse wurden überwiegend zu ansehnlichen Preisen versteigert. Für Champion Rossi bot ein hessischer Züchter mit 4 600 Euro den Höchstpreis der Auktion. Ebenfalls für diesen Preis wechselte der 1b-prämierte Fleckviehbulle Dimitry von Lutz Marticke aus Frohburg den Besitzer. Einen stattlichen Erlös erzielte mit 4 500 Euro auch der 1a-prämierte Salomon aus dem Lehr- und Versuchsgut Köllitsch (siehe Seite 5). Im Durchschnitt wurden die Fleckviehbullen für 3 148 Euro gehandelt. Ein Zeichen für die erlesene Qualität des gesamten Angebots dieser Rasse, wie Clemens Braschos befindet. Stellvertretend hierfür wurde die aus vier Bullen bestehende Betriebskollektion von Thomas Eydner als beste der Veranstaltung ausgezeichnet.

Doch auch die anderen Rassen hatten einiges zu bieten. Mit 13 Tieren stellten die Limousinbullen das zweitgrößte Kontingent der Auktion und mit dem Ecrin-Sohn Easton vom Hartmannsdorf-Reichenauer  Limousinhof Klemm zugleich den Reservesieger. „Ebenfalls ein sehr guter Bulle“, betont Braschos und ergänzt: „Über den Titel entschieden am Ende Kleinigkeiten.“ 3 400 Euro brachte das Tier in der Versteigerung. Im Durchschnitt der Rasse wurden pro Vererber 2 754 Euro geboten, den Höchstpreis erreichte mit 3 600 Euro der Bulle Vasco (Vater: Victor)  aus dem Torgauer Zuchtbetrieb Elfi Wolf.

Unter den acht Angusbullen setze sich der Milan-Sohn Milanus vom Zwickauer Zuchtbetrieb Uwe Heinz als Rassesieger durch. Der Bulle wurde von tschechischen Züchtern für 3 300 Euro ersteigert,  was zugleich der Höchstpreis dieser Rasse war, die im Schnitt zu 2 600 Euro verkauft wurde. Für einen Angusbullen fand sich während der Versteigerung kein Käufer.

Ein Schicksal, das er mit drei der acht aufgetriebenen Charolaisbullen teilte. Für die fünf verkauften Tiere dieser Rasse wurden im Schnitt 2 517 Euro geboten. Das höchste Gebot erhielt mit 3 200 Euro der Bika-Sohn Basil vom Zuchtbetrieb Uwe Naumann aus Markkleeberg. Den Rassesieger bei den Charolais, Cebus-Sohn Chico, stellte wie schon im vergangenen Jahr der Brander Weidehof aus Brand-Erbisdorf. Das Tier wechselte für 2 700 Euro den Besitzer.

Immerhin drei Bullen der Rasse Blonde d’Aquitaine betraten in Meißen ebenfalls den Auktionsring. Sie wurden im Durchschnitt zu 2 533 Euro verkauft. Die Schleife des Rassesiegers erhielt Day-Light, ein Derby-Sohn aus der Zucht von Manfred Göpfert aus Frauenstein. Er wurde zu 2 300 Euro versteigert. Das Höchstgebot der Rasse bekam jedoch mit 3 200 Euro der Bonilo-Sohn Bartko, den Frank Groba aus Hoyerswerda aufgetrieben hatte.

Nicht nur wegen des Durchschnittspreises von 3 060 Euro über alle Rassen zeigt sich Clemens Braschos zufrieden mit der 23. Sächsischen Fleischrindkörung und Bullenauktion. Die Qualität der Bullen sei hervorragend gewesen, die Veranstaltung bei guter Nachfrage reibungslos verlaufen, so der Zuchtleiter.     

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