Betrüger unterwegs

03.03.2017

Im Raum Bautzen hat sich ein Unbekannter als Mitarbeiter des Sächsischen Landeskontrollverbandes (LKV) ausgegeben und sich bei mindestens einem Tierhalter Einblick in Betriebsunterlagen verschafft. Wie der LKV mitteilt, sei der Mann mit einem gefälschten LKV-Ausweis bei dem Halter vorstellig geworden und habe sich unter dem Vorwand einer „Vor-Ort-Kontrolle“ im Betrieb umgesehen sowie Unterlagen zur Einsicht zeigen lassen. Im Nachgang seien Schreiben, die den Briefkopf des LKV verwenden, in dem Betrieb eingegangen. Darin wird der Halter unter anderem aufgefordert, einen angeblich gesetzlich vorgeschriebenen „Stall- und Pflegeplan“ vorzulegen. Anderenfalls würden ihm die Tiere entzogen werden. Auch eine manipulierte Rechnung ging im Betrieb ein. Rechnungsdatum und Zahlungsfrist waren verändert, die berechnete Leistung und die Bankverbindung des LKV jedoch korrekt. Um Geld ging es der Person, die die Rechnung manipulierte, demnach offenbar nicht.

 

Auf Nachfragen beim Veterinäramt hin wurde dem Landwirt klar, dass er es mit einem Betrüger zu tun hat. Eine gesetzliche Pflicht für einen „Stall- und Pflegeplan“ gibt es ebenso wenig, wie einen solchen Plan im Allgemeinen überhaupt. „Und Betriebskontrollen gehören nicht zu den Aufgaben des LKV. Auch Auflagen werden durch uns nicht ausgesprochen“, so Stefanie Klumpp vom LKV. Sie empfiehlt, besser telefonisch nachzufragen, wenn Landwirte ein auffälliges Schreiben erhalten, dessen Absender angeblich der LKV ist, oder mit Personen zu tun haben, die sich als LKV-Mitarbeiter ausgeben. Im konkreten Fall hätten die Schreiben einen auffälligen Sprachstil und zahlreiche Rechtschreibfehler  aufgewiesen.

 

Unklar ist, ob der geschilderte Fall der einzige ist, bei dem sich ein Betrüger als LKV-Mitarbeiter an Betriebe gewandt hat. Bekannt geworden ist dem LKV bislang nichts. Auch die konkrete Absicht hinter dem Treiben ist unklar.

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