Anpassungen im Agrarumwelt-Programm

29.04.2016

Grünland © Sabine Rübensaat

Angesichts einer starken Nachfrage der Antragsteller am Sächsischen Agrarumwelt- und Naturschutzprogramm (AUNaP) hat sich das Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft (SMUL) zur Anpassung ab 2017 entschlossen, um „bei einer notwendigen Feinsteuerung des Antragsgeschehens die Prämiensätze stabil halten zu können“, wie es aus dem Ministerium heißt.

 

Keine neuen Anträge für Ackerland-Vorhaben

 

So sollen Flächenerweiterungen in bestehenden AUNaP-Verpflichtungen nicht mehr zugelassen werden.  Weiterhin möchte das SMUL zwar Anträge auf Grünland-Vorhaben unverändert ermöglichen,  dies für Ackerland-Vorhaben aber nicht mehr zulassen. Eine Ausnahme soll für solche  Antragsteller gelten, die noch einer Verpflichtung aus der alten Förderperiode in den damaligen Maßnahmen S3 (konservierende Bodenbearbeitung) und G10 (Umwandlung von Acker- zu Grünland) unterlagen und deshalb bislang keine Möglichkeit hatten, ein Vorhaben nach der neuen Richtlinie „Agrarumwelt- und Klimamaßnahmen“ (RL AUK/2015) zu beantragen. Sie sollen die Möglichkeit erhalten, 2017 noch in alle Vorhaben der neuen Richtlinie einsteigen können.

 

Weiterhin soll es eine Anpassung der Richtlinie Ökologischer/Biologischer Landbau (RL ÖBL/2015) geben, um die Umstellung von konventioneller auf ökologische Wirtschaftsweise  während der Einführungsphase mit erhöhten Prämiensätzen zu fördern.

 

Berufsstand und Fachverbände beteiligt

 

Die geplanten Änderungen müssen zunächst einen komplexen Genehmigungsprozess durchlaufen, der mit der Beteiligung des Berufsstandes und der Fachverbände im vom SMUL eingerichteten ELER-Begleitausschuss beginnt und letztlich durch Europäische Kommission entschieden wird. Der Sächsische Landesbauernverband (SLB) hat sich bereits zu den Änderungen positioniert (BauernZeitung Heft 17/2016, S. 13).

 

Notwendig sind die Anpassungen, weil für einzelne Vorhaben des Programms bereits nach zwei Antragsjahren die Schätzungen an Flächenumfängen übertroffen wurden, die für die gesamte Förderperiode bis 2020 vorgesehen waren.               

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