Abschlusszeugnisse: Lernen lohnt

04.08.2014

© Constanze Lenk

Besonders stolz ist Schulleiter Gerd Alscher auf die Beste des Jahrgangs, Christiane Schwarzbach.

Mit der feierlichen Übergabe der Zeugnisse im Fachschulzentrum Freiberg-Zug begann kürzlich für die ehemaligen Technikerschüler aus den verschiedenen landwirtschaftlichen Berufszweigen sowie der Hauswirtschaft ein neuer Lebensabschnitt.

Zur Abschlussprüfung hatten sich in diesem Jahr 42 Techniker für Landbau, acht Techniker für Umwelt und Landschaft sowie neun Hauswirtschaftliche Betriebsleiter gestellt. Hinter den 59 jungen Menschen aus Sachsen, Thüringen und Brandenburg liegen knapp 3 000 Unterrichtsstunden, aber auch Besuche von zahlreichen Messen und vielfältige Fachexkursionen, unter anderem nach Österreich, Kroatien oder in die Niederlande.  

Fachkräfte sind gefragt. Deshalb hatten bereits zur Zeugnisübergabe fast alle Absolventen einen Arbeitsvertrag in der Tasche. Andere wiederum schließen einen weiteren Fortbildungsgang an, um beispielsweise nach dem Abschluss als Techniker für Landbau auch den als Techniker  für Umwelt und Landschaft zu erwerben.

„Ich bin mit den Leistungen unserer Schüler absolut zufrieden. Lernen lohnt sich“, freut sich  Gerd Alscher, Schulleiter des Fachschulzentrums Freiberg-Zug. „Es war ein leistungsstarker Jahrgang. Allerdings spüren auch wir jetzt die Auswirkungen der geburtenschwachen Jahrgänge. Die Klassen sind nicht mehr so groß wie vor ein paar Jahren. Aber wir werden auch im kommenden Schuljahr in fast allen Fach­richtungen wieder Klassen bilden können.“ Besonders stolz war Alscher auf die besten ­Absolventen des Jahrgangs. Mit einem  Notendurchschnitt zwischen  1,13 und 1,56 konnten sich Christiane Schwarzbach, Jennifer Hänsch, Axel Neuber, Almut Kempe, Katharina Lätsch und Annett Szczasny über eine besondere Anerkennung bei der Zeugnisübergabe freuen.

Jahrgangsbeste mit 1,13 wurde die 27-jährige Christiane Schwarzbach vom Ökohof Wobst aus Mittelherwigsdorf. „Nach dem Abitur sollte es für mich eigentlich in Richtung Studium gehen. Doch dann habe ich mich für die Praxis entschieden und in einer Agrargenossenschaft Landwirtin gelernt, mit dem Ziel, eine Weiterbildung anzuschließen“, erzählt die junge Frau.

Dass sich das Lernen lohnt, weiß auch Axel Neuber. Der 31-Jährige hat seinen Techniker mit 1,3 abgeschlossen und wird ab August die Abteilung Pflanzenbau bei der Agrozuchtfarm in Breitenau leiten.

Doch nicht alle Absolventen werden sofort in das Berufsleben einsteigen, ein Teil von ihnen will noch für ein Jahr in Zug die Schulbank drücken und den Techniker für Umwelt und Landschaft erwerben. „Die Umweltklasse wird nicht jedes Jahr, sondern immer entsprechend der Nachfrage angeboten. Da bereits zwölf Anmeldungen vorliegen, geht es ab September hier weiter“, zeigt sich Gerd Alscher mit dem Interesse an dieser Fortbildung zufrieden. Weniger bekannt als die landwirtschaftlichen Fortbildungsgänge sei hingegen das Bildungsangebot zum Erwerb des Abschlusses „Hauswirtschaftlicher Betriebsleiter“. Den Absolventen stünden mit diesem Abschluss jedoch z.B. in großen Pflegeeinrichtungen fast alle Türen offen, ist der Schulleiter überzeugt. Möglich ist diese Fortbildung für ausgebildete Hauswirtschafter, Köche, Restaurant- und Hotelfachangestellte sowie Diät- und Sozialassistenten. Der Abschluss sei zertifiziert und somit über die Arbeitsagentur bzw. das Jobcenter förderfähig.

Am 1. September werden am Fachschulzentrum Freiberg-Zug die neuen Klassen mit dem Unterricht beginnen. Es wird eine Techniker-Klasse Techniker-Landbau geben, die in Vollzeit zwei Jahre lang auf den Abschluss hinarbeitet, sowie eine Techniker-Klasse im Wintermodell, bei dem über drei Jahre lang Unterricht jeweils im Winterhalbjahr stattfindet. Sofern bis dahin genügend Anmeldungen eingehen, soll es auch eine Klasse für den „Hauswirtschaftlichen Betriebsleiter“ geben.

www.fachschulzentrum-freiberg-zug.de

Constanze Lenk

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