20. Europäischer Bauernmarkt

05.03.2015

© Ellen Liebner

Regionale Vielfalt. Spezialitäten von Direktvermarktern aus dem In- und Ausland ziehen alljährlich Zehntausende Besucher zum Europäischen Bauernmarkt in Plauen.

Eine Erfolgsgeschichte feiert Jubiläum: Zum 20. Mal wird an diesem Wochenende der Europäische Bauernmarkt in Plauen beginnen. Bäuerliche Direktvermarkter nicht nur aus dem Vogtland und ganz Sachsen, sondern aus insgesamt weiteren elf europäischen Ländern werden bis zum 14. März in und an der Veranstaltungshalle des Möbelcenters Biller ihre Waren feilbieten.

Wieder Zehntausende Besucher erwartet

Umrahmt von kulturellen Veranstaltungen an jedem der acht Tage soll das Ereignis wieder zu einem Publikumsmagnet werden. Zu rechnen sei mit rund 35 000 Besuchern, so Michael Bretschneider, Vorsitzender des Vereins Vogtländischer Bauernmarkt, der den Europäischen Bauernmarkt in Zusammenarbeit mit dem Vogtlandkreis, der Stadt Plauen, der Informations- und Servicestelle Plauen des Landesamtes für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie (LfULG) sowie dem Möbelcenter Biller veranstaltet. Darüber hinaus unterstützt das Büro des Abgeordneten des Europaparlaments Peter Jahr das Ereignis.

Mit dem Europäischen Bauernmarkt habe man Maßstäbe gesetzt, um die andere Regionen das Vogtland beneiden, ist Anneliese Ring, Zweite Beigeordnete des Landrates im Vogtlandkreis, überzeugt. „Viele haben sich an einer Kopie versucht, aber das hat selten geklappt.“ Dass es nicht einfach ist, den Bauernmarkt Jahr um Jahr aufs Neue mit Leben zu erfüllen, macht Michael Bretschneider deutlich. Möglich werde dies aber durch eine „einzigartige Zusammenarbeit“ aller Beteiligten, die man selten finde. Nicht zuletzt habe auch der langjährige Leiter des Plauener Landwirtschaftsamtes, Armin Döhler, entscheidenden Anteil daran, dass der Europäische Bauernmarkt zum nunmehr 20. Mal stattfinden könne. Er habe über die Jahre „Riesen-Engagement“ gezeigt und sich den Bauernmarkt „fast zur Lebensaufgabe“ gemacht.

Doch dies nicht ohne guten Grund, wie Armin Döhler selbst erklärt. Der „europäische Feinkostladen“, wie er das Ereignis bezeichnet, stehe für die beim Verbraucher derzeit hoch im Kurs stehende Regionalität. Zwar werde dieser Begriff unterschiedlich definiert. Übereinstimmendes Merkmal sei jedoch, dass man direkt beim Erzeuger einkaufe und dabei die Möglichkeit erhalte, sich über Herstellung und den produzierenden Betrieb zu informieren.  Viele der Teilnehmer zeigten seit Jahren, wie Direktvermarktung erfolgreich funktioniere und gäben so auch Anregung für heimische Erzeuger.

Was Michael Bretschneider nur bestätigen kann. Die hiesigen Erzeuger sähen sich im Wettbewerb, aber nicht in Konkurrenz zu den Marktteilnehmern aus ganz Europa. „Wir lernen viel voneinander“, sagt der Vereinsvorsitzende. „Die Vielfalt ist das Erfolgsrezept für diesen Markt, der nicht nur eine Verkaufs-, sondern auch eine Werbeveranstaltung ist.“

Rückenwind für heimische Erzeuger

Viele Vogtländer Direktvermarkter hätten sich hier erst einen Namen gemacht. Nicht zuletzt habe der Verein Vogtländer Bauernmarkt, dem viele regionale Erzeuger angehören, mithilfe des Rückenwindes vom Europäischen Bauernmarkt im Jahr 1999 die Marktscheune Rothenkirchen gründen können, in der das ganze Jahr wöchentlich ein Bauernmarkt stattfinde.

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