Zwei neue Geflügelpestfälle

06.01.2017

Legehennen © Sabine Rübensaat

Magdeburg. Das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) hat einen Geflügelpestverdachtsfall im Salzlandkreis bestätigt. Dabei handelt es sich um den Nachweis des hochpathogenen Erregers H5N8 bei mehreren tot aufgefundenen Tieren einer Nutztierhaltung mit 33.000 Legehennen in Brumby im Salzlandkreis. „Das ist einer der schlimmsten Tierseuchenfälle in Sachsen-Anhalt seit Jahren“ sagte Umwelt- und Landwirtschaftsministerin Prof. Dr. Claudia Dalbert am Donnerstag, „und es ist außerdem der mittlerweile vierte Fall von Geflügelpest in einer Nutztierhaltung“. Die Ministerin wies nochmals nachdrücklich auf die Einhaltung von Biosicherheitsmaßnahmen hin.

 

Der Landkreis Salzlandkreis hat Maßnahmen ergriffen, um die in diesem Fall greifenden Vorschriften der Geflügelpestverordnung zügig umzusetzen. Dazu zählt auch die Tötung und unschädliche Beseitigung der Tiere des betroffenen Bestandes. Die Tötung des Seuchenbestandes hat begonnen. Über das Wochenende werden außerdem Umgebungsuntersuchungen in den Restriktionszonen laufen. Rund um den Fundort ist ein Sperrbezirk mit einem Radius von 3 km und ein Beobachtungsgebiet mit einem Radius von 10 km eingerichtet worden. 

 

„Es war und ist richtig die landesweite Stallpflicht aufrecht zu erhalten“, erklärte Ministerin Dalbert. „Auch wenn wir wissen, dass diese Haltung von Geflügel alles andere als ideal ist, so dient sie doch dem Schutz der Tiere.“ Aktuell gebe es ein aktives Seuchengeschehen. Seit Jahresbeginn seien sechs neue Verdachtsfälle bei Wildvögeln festgestellt worden. Ebenfalls bestätigt habe das Friedrich-Loeffler-Institut einen Geflügelpestverdacht im Tierpark Köthen im Landkreis Anhalt-Bitterfeld. Hier war am Montag ein toter Trauerschwan entdeckt worden.

 

Für fachliche Fragen zur Geflügelpest steht das Landesamt für Verbraucherschutz zur Verfügung. Weitere Fragen beantworten die Veterinärämter der Landkreise und kreisfreien Städte.

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