Zukunft des Landgestütes

11.08.2017

Landgestüt Prussendorf © Detlef Finger

Magdeburg/Prussendorf. Die Spekulationen über die Zukunft des Landgestütes Sachsen-Anhalt in Prussendorf bei Zörbig schossen in den vergangenen Monaten zum Teil ins Kraut. Nun kommt langsam Licht ins Dunkel. Wie Dr. Willy Boß, Geschäftsführer der Landgesellschaft Sachsen-Anhalt mbH und seit Jahresbeginn auch der Landgestüt GmbH, auf Nachfrage der BauernZeitung erklärte, sollen die zum Gestüt gehörigen Acker- und Grünlandflächen, insgesamt rund 800 ha, ab der Herbstbestellung 2017 auf der Grundlage vertraglicher Regelungen von drei größeren Landwirtschaftsunternehmen aus der Region bewirtschaftet werden.

 

Nach Angaben von Boß ist der Maschinenpark des Gestütes überwiegend überaltert. Investitionen in Technik seien vor dem Hintergrund der beschlossenen Abwicklung der Landgestüt GmbH nicht sinnvoll. Damit gebe es keine wirkliche Alternative zur vorübergehenden Fremdbewirtschaftung der landwirtschaftlichen Flächen. Zur Entscheidung für die drei größeren Betriebe erklärte Boß, die Bewirtschafter sollen den zeitweiligen Zuwachs an Fläche mit ihrer vorhandenen Technikausstattung bewerkstelligen können. In etwa zwei Jahren könnten die Flächen nach jetzigen Vorstellungen im Zuge einer öffentlichen Ausschreibung zu entsprechenden Kriterien langfristig verpachtet werden.

 

Wie Boß weiter erklärte, sei die Landgesellschaft parallel mit den Vorbereitungen für eine öffentliche Ausschreibung des Kernbereiches des Gestütes einschließlich unmittelbar angrenzender Grünlandflächen beschäftigt. Ziel aller Bemühungen sei es, auch bei einer Privatisierung des Gestütes die über die Jahre erfolgreich entwickelten pferdesportlichen Aktivitäten am Standort Prussendorf weiterzuführen, so der Geschäftsführer.

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