Zuckerkampagne in Klein Wanzleben beendet

23.12.2016

© Bettina Koch

Anbauberater Harm-Henning Wolters an dem Förderband, das die Zuckerrüben aus dem Bunker in die Rübenwäsche transportiert.

Die Zuckerrübe hat in diesem Jahr ihr hohes Kompensationsvermögen unter Beweis gestellt. Trotz der langen Hitze- und Trockenperiode im Sommer, in der die Blätter gelb wurden und die Rüben zeitweise das Wachstum einstellten, wurden überdurchschnittliche Erträge erzielt. Das Nordzuckerwerk Klein Wanzleben beendete die Kampagne am 20. Dezember mit einem mittleren Rübenertrag von 70 t/ha und einem Zuckerertrag von 12,3 t/ha. „Dieses Ergebnis hat uns und die Landwirte überrascht“, stellte Anbauberater Harm-Henning Wolters fest. Im Durchschnitt der vergangenen fünf Jahre wurden Erträge von 67,8 t/ha Rüben bzw. 12,1 t/ha Zucker erzielt.


Auch die finanzielle Entwicklung beim Zucker ist positiv: Aufgrund von Missernten in Brasilien und Thailand sind Nachfrage und Preise auf dem Weltmarkt gestiegen. Das ermöglicht höhere Dividenden für die Aktionäre und Aufschläge für die Anbauer. Nachdem 2015 und 2016 aufgrund der Überbestände der Anbau verringert und die Verarbeitung in Klein Wanzleben auf 95 Tage verkürzt wurde, sollen im nächsten Jahr wieder mehr Zuckerrüben angebaut und die Kampagne auf 120 Tage verlängert werden, kündigte Wolters an. Zusätzlich zu den bestehenden Dreijahresverträgen werden einjährige Kontrakte geschlossen.


Flexibilität bringt die Kombination von Zucker- und Bioethanolproduktion am Bördestandort. Je nach Marktlage werden die Chancen im jeweiligen Segment genutzt. So verschiebt sich aktuell der Schwerpunkt in Richtung Zucker. „Auf diese Weise können wir sehr gut auf Marktschwankungen reagieren“, so Wolters.

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