Wolfsmonitoring 2016/2017

08.12.2017

Wölfe © Heinz Noack

Magdeburg. Die Zahl der Übergriffe von Wölfen auf Nutztierherden ist in Sachsen-Anhalt in diesem Jahr deutlich angestiegen. Wie Umweltministerin Claudia Dalbert (Bündnis 90/Die Grünen) und die Präsidentin des Landesamtes für Umweltschutz, Dr. Sandra Hagel, am Dienstag in Magdeburg vor Medienvertretern mitteilten, wuchs die Zahl der Wolfsattacken auf Weidetiere von 44 im vorigen Jahr auf nunmehr 70 an (Stand 4. Dezember 2017). Dabei seien u.a. 43 Kälber getötet worden und 122 Schafe. Laut Umweltministerin Dalbert ist die erhöhte Zahl von Kälberrissen ein neues Phänomen, das seit dem vergangenen Jahr zunehmend auffalle.

 

Wie das Umweltministerium weiter mitteilte, ist der Wolfsbestand insgesamt im Land im letzten Monitoringzeitraum (1. Mai 2016 bis 30. April 2017) eher verhalten gewachsen. Bei den Raubtieren hätten drei Elternpaare, die im Vorjahr gezählt wurden, Welpen bekommen und Rudel gebildet. Aktuell gehe man damit von elf Rudeln mit insgesamt 70 nachgewiesenen Tieren aller Altersklassen im Land aus. Zwei weitere Rudel mit zusammen elf Wölfen, die an den Grenzen zu Brandenburg und Niedersachsen leben, würden den dortigen Populationen zugerechnet.

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