Wolfsangriff bei Dessau

28.08.2018

Wolf © Detlef Finger

Fast zwei Dutzend Schafe wurden in der Kühnauer Heide getötet

Dessau-Roßlau. Bei einem der bislang größten Nutztierrisse in Sachsen-Anhalt Mitte August in der Kühnauer Heide bei Dessau 21 Schafe einer insgesamt etwa 1.000 Tiere zählenden Herde getötet. Das Wolfskompetenzzentrum in Iden vermutet hinter der Attacke einen Wolfsangriff. Ein konkreter Nachweis durch einen DNA-Test steht noch aus. Die durch einen Elektrozaun geschützte Herde brach bei dem Angriff aus. Es wurden 14 Kadaver gefunden, sieben schwer verletzte Schafe mussten getötet werden.

Die Kühnauer Heide erstreckt sich westlich von Dessau und grenzt direkt an das Stadtgebiet. Das ehemalige Militärgelände ist heute eine sogenannte Naturerbefläche im Eigentum der DBU Naturerbe GmbH, einer gemeinnützigen Tochtergesellschaft der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU).

Medienberichten zufolge hatte das Wolfskompetenzzentrum bis dahin in diesem Jahr landesweit 34 Übergriffe durch Wölfe gezählt. Dabei wurden rund 100 Nutztiere getötet, etwa die Hälfte davon bei zehn Rissen im Landkreis Wittenberg. Es folgt das Jerichower Land mit zwölf Übergriffen und zwei Dutzend getöteten Nutztieren.

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