West-Nil-Virus nachgewiesen

02.11.2018

Pferde auf der Weide © Detlef Finger

Halle. Bei einem Pferd aus dem Saalekreis ist das West-Nil-Virus nachgewiesen worden. Das Landesamt für Verbraucherschutz (LAV) Sachsen-Anhalt hatte die Blutprobe untersucht. Der Antikörpernachweis sei der zweite Nachweis einer derartigen Infektion in Deutschland bei Pferden und durch das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) bestätigt worden, teilte das LAV am vorigen Freitag mit. Der erste Fall war Ende September im Landkreis Elbe-Elster (Brandenburg) bei einem Fohlen aufgetreten.

 

Hauptwirte des West-Nil-Virus, das ausschließlich über den Stich einer infizierten Mücke übertragen wird, seien Vögel, aber auch Pferde und Menschen können an der Infektion erkranken. Das Virus äußere sich bei Pferden u.a. durch Symptome wie Stolpern, Lähmungserscheinungen oder Muskelzittern und könne in Einzelfällen zum Tod des betroffenen Tieres führen.

 

Bei Verdacht auf eine West-Nil-Infektion könne der betreuende Tierarzt eine Blutprobe zur Untersuchung in den Fachbereich Veterinärmedizin des Landesamtes für Verbraucherschutz nach Stendal schicken. Diese werde dort auf das Vorhandensein von West-Nil-Virus oder Antikörpern untersucht. Eine Schutzimpfung gegen das West-Nil-Virus gebe es derzeit ausschließlich für Pferde, so das LAV.

 

Die Ständige Impfkommission Veterinärmedizin (StIKo Vet) am Friedrich-Loeffler-Institut hat dazu geraten, Pferde impfen zu lassen. Denn eine Infektion könne für die Tiere schwerwiegende Folgen haben. eine anzeigepflichtige Tierseuche.

 

Mehr Informationen unter

-          https://verbraucherschutz.sachsen-anhalt.de/

-          https://www.fli.de/de/home/

-          https://www.fli.de/de/kommissionen/stiko-vet/mitteilungen/

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