Wechsel der Hauptgeschäftsführung beim Bauernverband

01.08.2014

© Christian Apprecht

Die Geschäftsführung des Bauernverbandes legt Prof. Fritz Schumann (rechts) nach zwölf Jahren in die Hände von Katharina Elwert.

Zum 1. August 2014 übernimmt Katharina Elwert das Amt der Hauptgeschäftsführerin im Bauernverband Sachsen-Anhalt in Nachfolge von Prof. Fritz Schumann. Nach dem Studium der Agrarwissenschaften in Berlin arbeitete sie zuletzt als Referentin für Agrarpolitik, ländlicher Raum und Touristik in der FDP-Bundestagsfraktion. Sie ist verheiratet, lebt in Nauendorf bei Halle und hat drei Kinder.

Bereits seit 1. Juli ist Katharina Elwert beim Verband beschäftigt. In den ersten Wochen ihrer neuen Tätigkeit stellte sie sich in Antrittsbesuchen bei Behörden, Verbänden und Institutionen vor und führte Gespräche in den Kreisbauernverbänden, um den Verband, seine Aufgaben und Strukturen kennenzulernen.

Bei einem Treffen mit Medienvertretern am 25. Juli schilderte Elwert ihre ersten Eindrücke. Sie übernimmt von ihrem Vorgänger ein gut bestelltes Feld und will vieles mit einem persönlichen Stil fortführen. Die Arbeit der Kreisverbände in einem gemeinsamen Geschäftsbetrieb mit dem Landesverband ist bundesweit einzigartig und hat viele Vorteile. Diese gilt es effizienter zu nutzen, den Verband nach innen und außen zu stärken. So rückt Elwers die Kommunikation untereinander und die Mitgliedergewinnung in den Fokus ihrer künftigen Tätigkeit.

Agrarpolitisch liegt ihr der Flächenschutz am Herzen. Der Flächenentzug durch Überbauung und naturschutzfachlichen Ausgleich ist noch viel zu hoch. Der Boden ist Grundlage der landwirtschaftlichen Produktion und somit Lebensgrundlage der Mitgliedsbetriebe. Den Forderungen des Berufsstandes nach vorrangiger Innenentwicklung von Siedlungsgebieten, Gewerbeflächen auf Altstandorten sowie Entsiegelung von ungenutzten Flächen und Aufwertung vorhandener Biotope als Ausgleichs- und Ersatzmaßnahme will sie weiteren Nachdruck verleihen. Aber auch die Ausweisung von Schutzgebieten oder die Schaffung von Polderflächen müssen unter dem Gesichtspunkt des Flächenentzuges weiter kritisch begleitet werden, sagt sie.

Einen weiteren Schwerpunkt ihrer Arbeit sieht Elwers in der Verbesserung der Öffentlichkeitsarbeit. Nicht nur in öffentlichen Diskussionen, auch im Fachkräftemangel schlagen sich mangelndes Wissen und negative Assoziationen mit moderner Landwirtschaft nieder. In Verbindung mit guter Imagearbeit muss der Zulauf zur Berufsausbildung im Agrarbereich gestärkt werden. Über die Kommunikation eines positiven Berufsbildes lässt sich auch das Image der Branche insgesamt verbessern.

Nach seiner zwölfjährigen Tätigkeit als Hauptgeschäftsführer wird Prof. Fritz Schumann im Rahmen einer Feierstunde am 16. September 2014 in Bernburg würdig verabschiedet.    

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