Waldschäden durch Sturmtief

25.01.2018

Sturmschaden im Wald © Detlef Finger

Magdeburg. Sturmtief „Friederike“ hat in den Wäldern hierzulande für erhebliche Schäden gesorgt. Vielerorts sind vor allem Einzelwürfe und Einzelbrüche zu verzeichnen, insbesondere im Harz und in der Region Anhalt aber auch größere Schäden bis hin zu Bestandsauflösungen. Für den Gesamtwald werde nach einer ersten Einschätzung eine Schadholzmenge von ca. 1,5 Millionen Festmeter (fm) veranschlagt, teilte das Landwirtschaftsministerium am vorigen Dienstag mit.

 

Ministerin Claudia Dalbert kündigte in diesem Zusammenhang an, das Land werde Waldbesitzer bei der Wiederaufforstung mit Fördermitteln unterstützen. Dabei handelt es sich um im Landeshaushalt vorgesehenes Geld für geplante Waldumbaumaßnahmen. Für den Zeitraum bis 2020 stehen hierfür insgesamt etwa 7 Millionen Euro von EU, Bund und Land bereit. Diese beinhalten auch die Bezuschussung von Folgemaßnahmen in Zusammenhang mit Stürmen, z. B. Wiederaufforstungen, Zaunbau und Pflege. Voraussetzung für eine Förderung ist jedoch, dass Mischwald angepflanzt wird, der widerstandsfähiger gegenüber Stürmen und Schädlingen sein und Klimaveränderungen besser verkraften soll.

 

Gefördert werden im Rahmen des Waldumbaus 70 % der nachgewiesenen Ausgaben bei Neubegründung einer Mischkultur mit mindestens 30 % Laubholzanteil bzw. 85 % der nachgewiesenen Ausgaben bei Neugründung einer Laubholzkultur mit mindestens 80 % Laubholzanteil. Zudem werden der Bau von Wildschutzzäunen und Pflegemaßnahmen für die Dauer von fünf Jahren finanziell vom Land unterstützt. Voraussetzung ist, dass ein Waldbewirtschaftungsplan für die betroffenen Antragsflächen nachgewiesen wird.

 

Bei den geschädigten Forstwegen sieht das Land eine Förderung für die grundhafte Instandsetzung bzw. den Neubau von Wegen in Höhe von 70 % der förderfähigen Ausgaben vor.

 

Zur Förderung beraten die Betreuungsforstämter des Landeszentrums Wald (LZW) sowie die Ämter für Landwirtschaft, Flurneuordnung und Forsten (ÄLFF).

 

Die erforderlichen Richtlinien sowie die Antragsunterlagen stehen im Internet unter: www.elaisa.sachsen-anhalt.de

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