Vorstellung des Tierschutzberichtes

11.12.2017

© Detlef Finger

Der Tierschutzbericht wurde im Rahmen der Kabinettspressekonferenz vorgestellt. Neben Agrarministerin Claudia Dalbert hatten im Podium Regierungssprecher Dr. Matthias Schuppe, der Tierschutzbeauftragte des Landes, Dr. Marco König, und der Vorsitzende der Landespressekonferenz, Jochen Müller (v. l.), Platz genommen.

Agrarministerin Claudia Dalbert und der Tierschutzbeauftragte des Landes, Dr. Marco König, haben am in Magdeburg den Tierschutzbericht Sachsen-Anhalts für das Jahr 2017 vorgestellt. Der Bericht legt den Schwerpunkt auf die Nutztierhaltung, die zunehmend in der gesellschaftlichen Diskussion steht. Ministerin Dalbert sagte dazu: „Klar ist, die Haltungsbedingungen müssen wir den Tieren und ihren Bedürfnissen anpassen, nicht umgekehrt.“ Vor allem die Sauenhaltung stünde im Moment im Fokus. Das Land habe auf verschiedenen Agrarministerkonferenzen Beschlussvorschläge zur tiergerechten Haltung von Sauen eingebracht. Ziel aller Bestrebungen sei es, die derzeit praktizierte Kastenstandhaltung im Deckzentrum und Abferkelbereich zu ersetzen.


Der Wissenschaftliche Beirat für Agrarpolitik beim Bundeslandwirtschaftsministerium hatte 2015 das Gutachten „Wege zu einer gesellschaftlich akzeptierten Nutztierhaltung“ vorgelegt. „Spätestens seit dem Bericht ist klar: So wie bisher kann es mit der Nutztierhaltung nicht weitergehen“, ergänzte Tierschutzbeauftragter Marcus König. Dieses Gutachten und das Urteil des Magdeburger Oberverwaltungsgerichtes zur Kastenstandhaltung von Sauen seien der Ausgangspunkt für mehrere Maßnahmen zur Verbesserung des Tierwohls im Lande.


König legte in seinem Bericht u. a. dar, welche Initiativen in Sachsen-Anhalt ergriffen wurden, um das Wohlbefinden von Milchkühen und Schweinen mittels Tierwohlindikatoren messbar zu machen. Außerdem werde von einer Arbeitsgruppe der Ausstieg aus dem Schwanzkupieren beim Schwein begleitet. König sagte, das Bemühen der Arbeitsgruppe zeige, „wie notwendig, aber auch wie komplex und schwierig die Umgestaltung von Haltungsbedingungen in der Nutztierhaltung ist.“ Im Land seien 2015/2016 Stallbauinvestitionen mit besonderer Ausrichtung auf tiergerechte Haltungen mit rund sieben Millionen Euro gefördert worden. Auch der Tierschutzpreis 2018 zielt darauf ab: „Beispielhafte Maßnahmen zur Schaffung unterschiedlicher Funktionsbereiche in der Haltung von Rindern, Schweinen oder Geflügel, in denen auch artgemäße Beschäftigung der Tiere möglich ist“, lautet hier das Thema.


Der komplette Tierschutzbericht im Internet unter: www.ogy.de/qf3z

Diese Webseite verwendet Cookies. Wenn Sie durch unsere Seiten surfen, erklären Sie sich mit unseren Nutzungsbedingungen einverstanden.

Erfahren Sie mehr