Viruserkrankung greift um sich

19.12.2016

Kaninchen im Stall © Sabine Rübensaat

Magdeburg. Die vom RHD2-Virus hervorgerufene Erkrankung von Kaninchen, auch Chinaseuche genannt, hat in Sachsen-Anhalt in den Tierbeständen massive Spuren hinterlassen. Nach Angaben des Landesverbandes der Kaninchenzüchter sind Hunderte Tiere verendet, betroffen sind vor allem die südlichen Landkreise. Es wird allgemein vermutet, dass die Dunkelziffer weit höher liegt, da RHD2 nicht unter die strengen Bestimmungen der Seuchenverordnung fällt und daher Erkrankungen bzw. Todesfälle nicht anzeigepflichtig sind. Landesverbandschef Mike Hennings appellierte an die Züchter, alle Maßnahmen zu ergreifen, um diesen Seuchenzug einzudämmen. Ein zuverlässiger Schutz sei nur dann zu erzielen, wenn die Kaninchen wirksam zweimalig gegen beide Varianten der RHD geimpft würden. Zuletzt waren aufgrund dieser Epidemie zahlreiche regionale Tierschauen abgesagt worden. Dagegen fand die 27. Landesverbandsschau Anfang Dezember in Magdeburg mit gut 2 000 Kaninchen in rund 150 Rassen und Farbenschlägen, allerdings unter deutlich verschärften Impfbedingungen, statt.

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