Verzicht auf Erntejagden beim Schwarzwild

01.11.2017

© Detlef Finger

Auch in diesem Jahr haben die Schwarzwildschäden in landwirtschaftlichen Kulturen hierzulande nahezu flächendeckend zugenommen. Besonders betroffen waren Raps, Weizen und Mais. Trotz Anlage von Schutzschneisen konnte nicht wesentlich nachhaltig in die Schwarzwildpopula­tion eingegriffen werden, schätzte die Arbeitsgemeinschaft der Jagdgenossenschaften und Eigenjagdbesitzer in Sachsen-Anhalt ein.


Nach deren Informationen seien die sogenannten Erntejagden nicht immer akribisch vorbereitet worden und die Waffen teilweise in der Nähe von Erntemaschinen und Transportfahrzeugen zum Einsatz gekommen. Auch gebe es immer wieder Informationen, dass durch fahrlässiges Verhalten die Gefährdung der an der Ernte beteiligten Personen zugenommen habe.

 

Sicherheit gehe aber vor Jagderfolg! Aus Sicherheitsgründen empfiehlt die Arbeitsgemeinschaft daher, zukünftig vom Einsatz der Waffen auf Ernteflächen Abstand zu nehmen und das Schwarzwild auf Rückwechseln zu bejagen. Bei guter Organisation und in Kenntnis der Revierverhältnisse seien hierbei nach mehrheitlichen Erfahrungen die gleichen Jagdstrecken zu erzielen – vor allem aber sei die Sicherheit für alle Beteiligten besser gewährleistet.


Der Vorstand der Arbeitsgemeinschaft rät ferner, in den Wintermonaten das Schwarzwild in den Wintereinständen intensiv zu bejagen. Die Gefahr der Schweinepest sei schließlich nicht gebannt. Bewährt hätten sich in einigen Bundesländern revierübergreifende Ansitzdrückjagden. Dazu bedürfe es allerdings einer akribischen Organisation und einer guten Zusammenarbeit der jeweiligen Revierinhaber. Nur durch eine Zunahme der Bewegungsjagden in den Wintermonaten werde man der massiven Populationsentwicklung des Schwarzwildes entgegenwirken können.

Diese Webseite verwendet Cookies. Wenn Sie durch unsere Seiten surfen, erklären Sie sich mit unseren Nutzungsbedingungen einverstanden.

Erfahren Sie mehr