Vereinshüten: Altmeister siegt

25.07.2014

© Detlef Finger

Martin Winz

Martin Winz hat beim Hütewettbewerb des Schäfervereins Mittleres Saaletal in der Franzigmark bei Morl (Saalekreis) die Siegesserie seines jüngeren Sohnes Michael reißen lassen. Der 66-jährige Schäfermeister aus Halle-Seeben, der im Berufsalltag zusammen mit seinen beiden Söhnen die Schafherden des gastgebenden Landgutes Krosigk betreut, zeigte als dritter Starter die beste Leistung aller fünf Teilnehmer und holte sich verdientermaßen den Pokal.

Der Rekordtitelträger unter den Hütern Sachsen-Anhalts leistete sich kaum einen Fehler, was die Punktrichter – Siegfried Butzmann, Raimund Nagel und Bernd Bernhardt – mit 53 von 55 möglichen Zählern honorierten. Haupthund Atze (43 von 45 Punkten) und Beihund Simpel (15 von 15 Punkten) standen ihrem Herren in keiner Weise nach und trugen ebenfalls ihren Teil zum Gesamtergebnis von 111 Zählern bei, die das Prädikat „Vorzüglich“ bedeuteten.

Dabei hatte Michael Winz als zweiter Hüter die Messlatte sehr hoch gelegt: Der 33-Jährige wartete mit der zweitbesten Hüteleistung auf (51,5 Punkte) und konnte sich ebenfalls auf seine Hütehunde, Minna und Lump, verlassen, die 43,5 bzw. 11,5 Zähler beisteuerten. Auch seine 106,5 Gesamtpunkte sind gleichbedeutend mit einer vorzüglichen Vorstellung.

Schäfermeister Christian Winz blieb im familieninternen Duell der dritte Platz. Der 35-Jährige musste im engen und weiten Gehüt Punktabzüge hinnehmen. In
der Endabrechnung standen für ihn 44 Zähler und für seine Helfer, Hilde und Linda, 35 bzw. 13,5 Punkte zu Buche, insgesamt also 92,5 Wertungszähler.

Vierter wurde Schäfermeister Mario Wehlitz aus Brambach mit 70 Punkten. Der 48-Jährige hütete wie alle seine Konkurrenten auch mit Altdeutschen Hütehunden vom Schlag Gelbbacken. Wehlitz holte als vierter Hüter 35 Punkte, seine Hunde Jack und Wachtel 28 bzw. sieben Zähler.

Gaststarter Rainer Schulze aus Schöneweide in Brandenburg, im Saaletal eigentlich regelmäßig mit von der Partie, trat mit Phöbe und Raya zum Hüten an. Der 60-jährige Agraringenieur konnte aber nicht in den Kampf um die Podestplätze eingreifen. Ihm blieb mit 55 Zählern (29/18/8) Rang fünf. Die drei Zusatzpunkte für korrektes Auftreten des Hüters erhielten alle fünf Teilnehmer zugesprochen.

Der Entscheid war von der Schäferfamilie Winz und dem Landgut Krosigk erneut sehr gut organisiert und vorbereitet worden. Ungeachtet der tropischen Temperaturen waren wie stets zu diesem ersten Vereinshüten hierzulande zahlreiche Zuschauer, darunter viele Schäfer mit ihren Familien, gekommen, die das Geschehen auf dem Parcours aufmerksam verfolgten.

Martin Winz ist damit für das Landeshüten qualifiziert, das am 23. August in der Schäferei Klotz in Oberthau (Saalekreis) stattfinden wird. Dort ist er auch Titelverteidiger. Vor allem Michael Winz kann sich berechtigte Hoffnungen machen, einen der beiden offenen Startplätze für die punktbesten Platzierten (neben den vier Vereinsmeistern) beim Landesfinale zu ergattern. Und selbst Christian Winz hat hier noch gute Chancen.

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