Umwelt

15.08.2012

© Sabine Rübensaat

Magdeburg. Sachsen-Anhalts Umweltminister Dr. Hermann Onko Aeikens und Verbraucherschutzminister Norbert Bischoff haben am Mittwoch, den 8. August, den zweiten Dioxinbericht des Landes vorgestellt.

 

Der vom Landesamt für Umweltschutz veröffentlichte Bericht informiert über die Konzentrationen von Dioxinen und polychlorierten Biphenylen (PCB) in der Umwelt und in Lebens- und Futtermitteln in Sachsen-Anhalt. Dioxine sind Umweltschadstoffe, die sich aufgrund ihrer Langlebigkeit in der Nahrungskette anreichern; längerfristig können sie der menschlichen Gesundheit schaden und Krebs verursachen.

 

Aus dem Bericht geht hervor, dass die Belastung der Umwelt durch Dioxine seit 1997 erheblich abgenommen hat. Der Bericht basiert auf etwa 3.880 Proben, die im Labor des Landesamtes für Umweltschutz untersucht wurden. Der Ausstoß von Dioxinen in Sachsen-Anhalt ging, vergleicht man 1996 mit 2008, um 95 Prozent zurück.

 

Landwirtschafts- und Umweltminister Hermann Onko Aeikens sagte: „Dioxine sind mit die heikelsten Umweltgifte. Sie sind beinahe allgegenwärtig und sehr langlebig. Durch unser flächendeckendes Monitoring sind wir aber in der Lage, diese Gifte aufzuspüren. Waren wir in den 90er Jahren noch mit der Bestandsaufnahme beschäftigt, rückt nun die Risikovorsorge in den Fokus. Gut ist, dass insgesamt die Dioxinbelastung seit dem ersten Bericht 1996 deutlich gesunken ist. Damit ist die Arbeit aber nicht getan. Wir müssen alles dafür tun, dass etwa über Futtermittel kein Dioxin in die Nahrungskette gelangt. “

 

Gesundheits- und Verbraucherschutzminister Norbert Bischoff hob die enge Zusammenarbeit zwischen Lebensmittel- und Futtermittelüberwachung aus Landes- und kommunaler Ebene hervor und sagte: „Dieses Hand-in-Hand auf allen Ebenen ist wichtig, damit unbedenkliche Nahrungsmittel in den Warenverkehr gelangen. Das vorbeugende Risikomanagement in Sachsen-Anhalt funktioniert. Rückgrat unserer Anstrengungen sind die Lebensmittel- und Futtermittelkontrolleure in den Landkreisen und kreisfreien Städten sowie die Fachleute in den Landesämtern. Dafür danke ich an dieser Stelle.“ Bischoff betonte: Lebensmittel, die den gesetzlichen Dioxin-Höchstwert überschreiten, sind nicht verkehrsfähig und gehören nicht auf die Ladentheke.“

 

Klaus Rehda, Präsident des Landesamtes für Umweltschutz, wies darauf hin, dass solch ein umfassender Bericht, der Umwelt, Landwirtschaft und Verbraucherschutz zusammenführt, in Deutschland einmalig sei. BZ

 

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