Stumsdorf

22.07.2013

Der große Festumzug zum 725. Ortsjubiläum von Stumsdorf war sicherlich der Höhepunkt der Feierlichkeiten am Festwochenende vom 5. bis 7. Juli in dem knapp 500 Einwohner zählenden Dorf, das seit 1. März 2004 zur Einheitsgemeinde Stadt Zörbig im Landkreis Anhalt-Bitterfeld gehört.

 

 

Die Freiwillige Feuerwehr Stumsdorf feiert 2013 ebenfalls ein Jubiläum: Sie besteht seit 80 Jahren. Ortsbürgermeisterin ist seit einigen Jahren die Chefin des Gasthauses „Zum Falkennest“, Monika Benroth (kl. Foto).


 

 

In einer Urkunde aus dem Jahr 1288 über den Verkauf der Burg und der Stadt Wettin, der Burg Salzmünde mit der Grafschaft sowie von zahlreichen Dörfern und sonstigen Rechten durch den Grafen Otto von Brehna an das Erzstift Magdeburg wird der Ort als „Stomelsdorp“ erstmals erwähnt.Vereine, Firmen und aktive Bürger aus Stumsdorf, dessen Ortsteil Werben und umliegenden Orten stellten im Umzug in zahlreichen Bildern die Geschichte des Dorfes und die Meilensteine seiner Entwicklung dar. In unzähligen freiwillig geleisteten Stunden hatten sie dafür Fahrzeuge und Anhänger hergerichtet und geschmückt sowie entsprechende Kostüme angefertigt.


Festwiese und Festzelt waren an allen Tagen sehr gut besucht. Auch viele ehemalige Stumsdorfer stellten sich zum Fest ein. Fotos: Detlef Finger

 

 

So durfte zum Beispiel die Freiwillige Feuerwehr des Ortes, die in diesem Jahr auf ihr 80-jähriges Bestehen zurückblickt und damit nach dem Männer-Gesang-Verein von 1908 der zweitälteste Verein des Dorfes ist, nicht fehlen. Mit einem Lanz-Bulldog samt Spritzenwagen sowie weiteren historischen Löschfahrzeugen der Marken Garant und Robur reihten sich die Kameraden in die Reihen der Umzugsteilnehmer ein, ebenso wie die Sänger des Chores, die Frauen der Sportgruppe und vom „Nähkästchen“, die Mitglieder des Dartvereins oder der Heimatfreunde. Letztere hatten gemeinsam mit Ortschronist Hermann Linge in einer Ausstellung neben dem Festzelt viel Interessantes über die Historie des Ortes zusammengetragen. Und auch in der Kirche gab es eine kleine Ausstellung zu deren Geschichte.


Schaubilder im Umzug fanden sich auch zu früheren Stumsdorfer Unternehmen, etwa zur Molkereigenossenschaft, die 1892 gegründet wurde und auf der DLG-Landwirtschaftsausstellung 1899 in Frankfurt/M. zwei erste Preise für ihre Produkte errang, zur Fabrik Hans Bergemann oder zur LPG „Prof. Theodor Roemer“. Aber auch aktuell im Ort ansässige kleinere Firmen und Betriebe präsentierten sich, so die Tischlerei Lindstedt, der Pflegedienst „Schwester Heike“, das Autohaus Richter oder Highland-Züchter Roland Heimhalt. Erwähnung fanden ebenso frühere und heutige soziale Einrichtungen des Ortes wie Kindergarten, Schule, Gemeindeschwesternstation und Konsum. Selbst „Klingelpaule“ fehlte nicht: Das Stumsdorfer Original verkündete im Ort nach dem Zweiten Weltkrieg bis in die 1970er Jahre die neuesten Nachrichten. BZ

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