Sielmann-Stiftung gibt Geld

10.10.2016

© Hans-jörg Rösler

Den Vertrag unterzeichneten Stiftungsvorstand Michael Beier (l.)und der Vorsitzende des Schäfervereins Geiseltal, Andreas Bust, im Beisein von Umwelt- und Landwirtschaftsministerin Claudia Dalbert.

Die Heinz Sielmann Stiftung stellt in diesem Jahr rund 30 000 € für die Unterstützung von präventiven Maßnahmen zum Schutz der Nutztierherden vor Wölfen in Sachsen-Anhalt bereit. Das Geld geht an einen gemeinnützigen Verein, den Schafzuchtverein Geiseltal e. V. als Mitglied des Landesschafzuchtverbandes (LSV). Er ist Kooperationspartner der Heinz Sielmann Stiftung.

 

Große Herausforderung


Im Beisein der Ministerin für Umwelt, Landwirtschaft und Energie, Claudia Dalbert, unterzeichneten Stiftungsvorstand Michael Beier und Schäfervereinsvorsitzender Andreas Bust im Landwirtschaftsministerium in Magdeburg, das den Kontakt angebahnt hatte, einen entsprechenden Vertrag. Dalbert sagte, die Rückkehr des Wolfes sei einerseits ein herausragender Erfolg, andererseits eine große Herausforderung. Insbesondere die Schaf-, Ziegen- und Gehegewildhaltung seien die vom Wolf potenziell gefährdetsten Haltungsverfahren, aber auch die wirtschaftlich schwächsten Nutztierhaltungsformen. Die Ministerin zeigte sich erfreut über das finanzielle Engagement der Heinz Sielmann Stiftung im Bereich des Natur- und Artenschutzes hierzulande.

 

Eigenanteilsübernahme


Sachsen-Anhalt gewährt seit Ende 2013 Zuwendungen für Maßnahmen des präventiven Herdenschutzes für landwirtschaftliche, forstwirtschaftliche sowie Gartenbaubetriebe im Haupt- und Nebenerwerb mit Schaf-, Ziegen- und Gehegewildhaltung. Zuwendungsfähig ist der Erwerb von mobilen Elektrozäunen nebst Zubehör. Die Zuwendungen betragen 80 % der förderfähigen Ausgaben (ohne MwSt.). Die von der Sielmann Stiftung bereitgestellten Mittel werden für die Übernahme des Eigenanteils der Zuwendungsempfänger in Höhe von 20 % genutzt.


Ministerin Dalbert sagte weiter, die Finanzierung von Herdenschutzmaßnahmen könne ein Vielfaches dessen kosten, was für einen reinen Schadensausgleich aufzuwenden wäre. Dahinter stehe der Gedanke, die Akzeptanz für die zurückkehrenden Wölfe zu erhöhen und den Betroffenen im ländlichen Raum die Koexistenz mit dem Wolf zu erleichtern.

 

Drei neue Wolfsrudel


Der Schutz der landwirtschaftlichen Nutztiere wird künftig noch wichtiger. In Sachsen-Anhalt haben sich drei neue Wolfsrudel angesiedelt. Die Tiere seien bei Möckern und Parchen im Jerichower Land sowie in der Klietzer Heide im Landkreis Stendal unterwegs, teilte das Landesamt für Umweltschutz am vorvergangenen Mittwoch in Halle mit. Zudem sei es bei mehreren Wolfspaaren im Land zu Nachwuchs gekommen. Gemeinsam mit ihren Welpen bildeten die Tiere nun kleine Rudel. Damit gibt es derzeit insgesamt zwölf Wolfsrudel in Sachsen-Anhalt. Außerdem lebt in der Oranienbaumer Heide ein Wolfspaar.


Informationen und Antragsunterlagen unter: http://www.alff.sachsen-anhalt.de/alff-anhalt/landwirtschaft/tierzucht-und-landespruefdienst/

Diese Webseite verwendet Cookies. Wenn Sie durch unsere Seiten surfen, erklären Sie sich mit unseren Nutzungsbedingungen einverstanden.

Erfahren Sie mehr