Schwarzwildjagd im Mais

01.03.2018

© Sabine Rübensaat

Magdeburg. Die Bejagung des Schwarzwildes ist eine wichtige Maßnahme, um die Ausbreitung der Afrikanischen Schweinepest (ASP) zu verhindern. Bauernverband und Landesjagdverband hatten daher vom Landwirtschaftsministerium gefordert, im Agrarantragsverfahren 2018 den Mischcode „Mais mit Bejagungsschneise“ als ergänzende Maßnahme anzubieten.

 

Dem ist das Agrarressort nun nachgekommen. Wie das Ministerium jetzt dazu mitteilte, können Bejagungsschneisen in Sachsen-Anhalt neben den bisher bereits bestehenden Möglichkeiten künftig auch als Streifen oder Teilflächen einer ansonsten einheitlich bewirtschafteten Ackerfläche angelegt werden, sofern diese nur einen marginalen Anteil an der Gesamtfläche des Schlages ausmachen.

 

Eine gesonderte Ausweisung der Streifen oder Teilflächen ist im Sammelantrag nicht erforderlich. Als marginal oder von untergeordneter Größe gilt ein Flächenanteil von maximal 25 % am Gesamtschlag. In Deutschland wurde hierfür ein neuer Mischcode „NC177 – Mais mit Bejagungsschneise“ ausschließlich für den Maisanbau eingeführt. Die Verwendung dieses Mischcodes ist nur unter diesen Bedingungen möglich. Zusätzlich ist zu beachten, dass diese Schneisen oder Teilflächen nicht als ökologische Vorrangflächen oder im Rahmen von Agrarumweltmaßnahmen angemeldet werden können.

 

Die Streifen oder Teilflächen können mit einer anderen Kultur oder Kulturartenmischung als der übrige Teil des Schlages (Mais) angelegt oder aber auch aus der Erzeugung genommen werden. Sofern solche Flächen aus der Erzeugung genommen wurden, finden die Mindestanforderungen an die Bodenbedeckung im Rahmen von Cross-Compliance (Begrünungsauflage, Schonzeitraum 1. April bis 30. Juni) keine Anwendung (§ 5 Abs. 4 Satz 2 der AgrarZahlVerpflV). Wird der marginale Anteil an der Gesamtfläche überschritten, entfällt allerdings diese Befreiung von den Cross-Compliance-Vorschriften. Ferner ist folgendes zu beachten: Werden die Streifen oder die Teilflächen ganzjährig aus der Erzeugung genommen, ist die Mindesttätigkeit durchzuführen, das heißt, einmal jährlich ist der Aufwuchs zu mähen und das Mähgut abzufahren oder der Aufwuchs zu zerkleinern und ganzflächig zu verteilen.

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