Schutz gegen Afrikanische Schweinepest

17.01.2018

Hausschweine © Detlef Finger

Magdeburg. Landesjagdverband und Bauernverband Sachsen-Anhalt halten ein umfangreiches Maßnahmenpaket für die aus Osteuropa näher rückende Afrikanische Schweinepest für notwendig. Sie haben dazu ein entsprechendes Forderungspapier an das Landwirtschaftsministerium gerichtet. Bei Ausbruch der von Wild- auf Hausschweine übertragbaren, für Menschen jedoch ungefährlichen Krankheit drohten Schweinehaltungen sowie Schlacht- und fleischverarbeitenden Betrieben im Land existenzielle wirtschaftliche Folgen, erklärten die Verbände am Dienstag in einer gemeinsamen Pressemitteilung.

 

Um das Risiko der Übertragbarkeit zu senken, sei die Reduzierung der Schwarzwildbestände eine ganz entscheidende Maßnahme, die schon jetzt präventiv zum Einsatz kommen müsse. Jäger und Landwirte sehen das Land in der Verantwortung der Seuchenabwehr.

 

Beide Verbände verwiesen auf die dramatischen Folgen im Seuchenfall. Allein in Sachsen-Anhalt wären 210 Betriebe mit rund 1,18 Millionen Schweinen vom Verlust ihres Tierbestandes oder von drastischen Handels- und Verbringungssperren bedroht. Hierzulande ist die Schlachtung und Fleischverarbeitung der umsatzstärkste Bereich innerhalb des Ernährungsgewerbes. 23 Betriebe mit zusammen 3.972 Beschäftigten setzten hier im Vorjahr 2,11 Mrd. Euro um.

 

Das Forderungspapier der beiden Verbände finden Sie hier als PDF.

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