Schäfereien in Not

13.04.2018

© Sabrina Gorges

Landtagspräsidentin Gabriele Brakebusch gibt vom Vorsitzenden des Landesschafzuchtverbandes Sachsen-Anhalt, Klaus Gerstenberg, überbrachte Petition an die Vorsitzende des Petitionsausschusses, Christina Buchheim, weiter.

Magdeburg. Der Vorsitzende des Landesschafzuchtverbandes Sachsen-Anhalt, Klaus Gerstenberg, hat am gestrigen Donnerstag in Magdeburg die Petition #SchäfereiRetten, die bundesweit von rund 120.000 Menschen unterschrieben worden ist, an Landtagspräsidentin Gabriele Brakebusch (CDU) und Mitglieder des Petitionsausschusses übergeben. Die Petition soll die Schäfer und Schäferinnen in ihrer Forderung unterstützen, mit einer Weidetierprämie den drohenden Untergang des Berufes und der wichtigen Landschaftspflege durch Schafherden zu vermeiden.

Mit einer Weidetierprämie für Schafe und Ziegen in Höhe von 38 Euro je Muttertier sollen die Schäfer für ihre gesellschaftlichen Leistungen entlohnt werden. Es gebe diese bereits in 22 europäischen Mitgliedstaaten, informiert der Bundesverband Berufsschäfer. Etwa 500 Mio. Euro würden pro Jahr an Schaf- und Ziegenhalter ausgezahlt – nur in Deutschland gebe es diese Prämie nicht. Würde die Bundesregierung bis 1. August per Mitteilung an die Europäische Kommission grünes Licht für die Weidetierprämie signalisieren, könnte diese bereits im Jahr 2019 kommen. Die Weidetierprämie wäre eine gekoppelte Stützung als Teil der Direktzahlungen nach Titel IV der EU-Verordnung 1307/2013 in Verbindung mit den Verordnungen 639/2014 und 640/2014.

Etwa 950 Erwerbsschäfereien gibt es aktuell noch in Deutschland, in Sachsen-Anhalt sind es rund 70

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