Pilotprojekt auf Deichflächen

24.05.2018

Orientalisches Zackenschötchen bei Zilly © Katrin Schneider/KORINA

Memleben. Das Orientalische Zackenschötchen (lat. Bunias orientalis) ist ein invasiver Neophyt, der in Sachsen-Anhalt schon weit verbreitet ist. Wächst es flächig auf dem Deich, kann es die Grasnarbe zerstören und mit seiner über einen Meter langen Pfahlwurzel die Hochwasserschutzanlage nachhaltig schädigen. Daher sind Maßnahmen zur Zurückdrängung der Pflanze notwendig, um den Bestand der Grasnarbe und die Standfestigkeit der Deiche zu sichern.

 

Im Rahmen eines Pilotprojektes auf dem Deich am Unstrutflutkanal bei Memleben wird daher seit Ende April auf einer Fläche von etwa 4 ha untersucht, mit welcher Wirksamkeit sich das flächenhaft auftretende Vorkommen des Neophyts durch Beweidung mit Schafen eindämmen lässt.

 

Sachsen-Anhalts Umweltstaatssekretär Klaus Rehda hat das Projekt am Mittwoch besucht. Er dankte allen Beteiligten für ihr Engagement: dem Landesbetrieb für Hochwasserschutz und Wasserwirtschaft (LHW), der das Projekt ins Leben gerufen hat, Schafhalter Jens Otto, der seine Erfahrung und seine Tiere für das Projekt zur Verfügung stellt, sowie der Koordinationsstelle für invasive Neophyten in Schutzgebieten Sachsen-Anhalts (KORINA), für die fachliche Expertise.

 

Die Beweidung wird auf Kosten des Landesbetriebes für Hochwasserschutz mit ca. 300 Tieren und abschnittsweise auf der gesamten Fläche durchgeführt. Das Projekt ist auf vier Jahre angelegt und wird durch die Koordinationsstelle KORINA begleitet und dokumentiert. Partner des Projektes ist zudem der Landesschafzuchtverband Sachsen-Anhalt.

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