Ökokonto geht online

21.03.2017

Autobahn © Detlef Finger

Für Eingriffe in die Natur, etwa durch Infrastrukturmaßnahmen oder Gewerbeansiedlungen, sind Kompensationsmaßnahmen zu leisten.

Magdeburg. Der Handel mit sogenannten Ökopunkten wird in Sachsen-Anhalt ab sofort einfacher. Wie das Umwelt- und Agrarministerium dazu am Montag mitteilte, geht das Ökokonto online. Damit vereinfache sich das Zusammenkommen von Anbietern von Ökopunkten und denen, die sie nutzen wollen. Wer etwa aufgrund eines Bauvorhabens Eingriffe in die Natur vornehme, sei gesetzlich verpflichtet, ökologischen Ausgleich zu schaffen. Da nicht jeder Bauherr – egal ob Unternehmen, Behörde oder Privatinvestor – eine Kompensationsfläche oder ein Projekt für eine solche Ausgleichsmaßnahme habe, sollen in Sachsen-Anhalt Ökokonten weiterhelfen. Darin enthalten seien Flächen und Maßnahmen, die sich Investoren kaufen können, heißt es.

 

Bislang seien die unteren Naturschutzbehörden der Landkreise (UNB) als Vermittler aufgetreten. Jetzt werde es leichter, denn eine für die Behördenarbeit entwickelte Software, mit der u.a. Ökokontomaßnahmen verwaltet werden, ermögliche es Interessenten nunmehr auch, sich in einem öffentlich zugänglichen Bereich über verfügbare Ökokontomaßnahmen per Internet zu informieren und schneller als bislang passende Maßnahmen für ihre jeweiligen Zwecke zu finden.

 

Geschaffen worden sei diese Möglichkeit jetzt durch das Landesamt für Umweltschutz Sachsen-Anhalt (LAU). Das Amt führt das zentrale Verzeichnis zu Eingriffen und Ökokontomaßnahmen. Der öffentlich einsehbarer Bereich ist ab sofort freigeschaltet und über die Internetseite des LAU (www.lau.sachsen-anhalt.de/Naturschutz/Eingriffsregelung, Ökonto) zu erreichen.

 

Link zum Kompensationsverzeichnis: http://87.191.164.71/ekis_start/index.php

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