Neue Lieferverträge für Rübenanbau ab 2017

30.05.2016

Rübenanbau © Detlef Finger

Der Dachverband Norddeutscher Zuckerrübenanbauer (DNZ) und die Nordzucker AG haben sich auf die Vertragsbedingungen zur Lieferung von Zuckerrüben ab dem Anbaujahr 2017 verständigt. Die Rübenanbauer können zwischen zwei Preismodellen und einjährigen bzw. dreijährigen Vertragslaufzeiten wählen. Die vollständigen Vertragsangebote werden im AgriPortal auf www.agriportal.nordzucker.de freigeschaltet, teilten beide Seiten mit.


Mit der erzielten Einigung haben auch die norddeutschen Anbauer Planungssicherheit für die Zeit nach dem Auslaufen der Zuckerquotenregelung. Nordzucker bietet künftig allen bisherigen Anbauern neben einem Einjahresvertrag mit zwei Preismodellen auch einen Dreijahresvertrag an.


Neben einem Festpreis von 29 €/t inklusive Nebenleistungen kann der Rübenanbauer auch den variablen Rübenpreis in Abhängigkeit vom Zuckererlös wählen. Bei einem Zuckerpreis von 425 €/t liegt dieser bei 30,17 €/t Rüben und erreicht bei 450 €/t Zucker ein Niveau von 31,90 €/t Rüben.


Zusätzlich wird ein Dreijahresvertrag zum Festpreis von 31 €/t Rüben angeboten. Alle Preisangaben basieren auf dem fünfjährigen Nordzucker-Mittel von 17,9 % Zuckergehalt sowie einer Rübenmarkvergütung von 3 €/t und einem durchschnittlichen Ausgleich für Früh- und Spätlieferung von 1,30 €/t Zuckerrüben.


Die Nordzucker AG hatte die Anbauer zunächst schon vor dem Abschluss der Verhandlungen aufgefordert, ihre Planungen für den Liefervertrag 2017 in Bezug auf Lieferanspruchsmengen und gewünschte freie Menge verbindlich mitzuteilen. Dagegen hatte der DNZ interveniert, weil das „gegen die vereinbarten Spielregeln“ verstoße, und den Anbauern seinerseits empfohlen, die Mengenabfrage im AgriPortal vorerst nicht zu beantworten. Bei den Regelungen zum Rübenpreis gab es zu jener Zeit noch keine Einigkeit.


Den nun erzielten Verhandlungskompromiss samt den neuen, flexiblen Vertragssystemen werteten beide Seiten unterdessen als Grundlage für die Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit des Rübenanbaus und die Gewährleistung der Lieferstabilität.


Die ca. 7 000 Rübenanbauer von Nordzucker in Niedersachsen, Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern und dem Norden Sachsen-Anhalts erhalten in Kürze detaillierte und umfassende Informationen zu den Vertragsmodalitäten. Ab 30. Mai kann der Vertrag im AgriPortal gezeichnet werden und können die Vertragsmengen auf die verschiedenen Preismodelle aufgeteilt werden.


Wie aus der Nordzuckerzentrale in Braunschweig verlautete, richtet sich das Angebot, Zuckerrübenmengen für das kommende Anbaujahr zu zeichnen, ausdrücklich auch an Landwirte, die Nordzucker derzeit noch nicht mit Rüben beliefern, also auch an Betriebe in anderen Landesteilen, die noch Interesse an der Ausweitung des Rübenanbaus haben.


Interessierte Anbauer können sich an das Agricenter Klein Wanzleben wenden und weitere Informationen erfragen unter Tel. (03 92 09) 45-143.

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