Nachlese DLG-Feldtage: Fruchtfolgen im Wandel

27.06.2014

© Detlef Finger

Ausländische Studentinnen der Hochschule Anhalt empfingen DLG-Präsident Carl-Albrecht Bartmer, Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt und Landesagrarminister Dr. Hermann Onko Aeikens (v. l.) bei deren abendlichem Rundgang in der Landesschau.

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Der Stand des Ministeriums für Landwirtschaft und Umwelt Sachsen-Anhalt auf den DLG-Feldtagen war aufgrund seiner Größe nicht zu übersehen und wegen der interessanten Angebote stets auch gut besucht. Gemeinsam mit der Landesanstalt für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau (LLFG) und der Hochschule Anhalt (HSA), den Kooperationspartnern der Deutschen Landwirtschafts-Gesellschaft am Standort des Internationalen Pflanzenbauzentrums der DLG in Bernburg-Strenzfeld, und unterstützt von der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU) sowie von drei berufsständischen Interessenvertretungen – Bauernverband, Bauernbund und Biohöfegemeinschaft –, hatte das Agrarressort eine beachtenswerte Landespräsentation organisiert.

„Fruchtfolgen: gestern – heute – morgen“ lautete das zentrale Thema der umfangreichen Angebote auf den Ausstellungs- und den Exkursionsflächen und in den Fachforen. Neben „altbewährten“ Fruchtfolgen wurden auch mögliche Fruchtfolgen der Zukunft präsentiert. Dieser Gratisfaktor im Ackerbau gewinne wieder an Bedeutung, hoben Agrarstaatssekretärin Anne-Marie Keding zur Eröffnung der Feldtage und Landwirtschaftsminister Dr. Hermann Onko ­Aeikens zum Begrüßungsabend am Dienstag unisono hervor. Und zwar nicht nur wegen des künftigen Greenings der Direktzahlungen, sondern aus Gründen der Nachhaltigkeit der agraren Produktion und der Biodiversität in der Kulturlandschaft.

Weitere Themen der Landesschau, die in Foren untersetzt wurden, waren das Gülle-Strip-Till-Verfahren und der Anbau von Sojabohnen im mitteldeutschen Trockengebiet. Exkursionen gab es zu den Versuchsfeldern der LLFG und der Hochschule, wo u. a. der ökologische Landbau, die multifunktionale Landnutzung (Anbau von Energiepflanzen, Sonderkulturen, Heil- und Gewürzpflanzen sowie Anlage von Blühstreifen), die Biodiversität in einer Bördelandschaft und Anpassungsstrategien an die Klimaveränderungen durch Integration neuer Arten thematisiert wurden.

Im großen Zelt und an den Schauparzellen informierten Wissenschaftler bzw. Mitarbeiter der beteiligten Institutionen und Verbände sowie Studenten über die Versuchsanstellungen und aktuelle Forschungsprojekte und deren Ergebnisse sowie über die Landwirtschaft hierzulande im Allgemeinen. Bei den Fachthemen ging es u. a. um die modernen Methoden von integriertem und biologischem Pflanzenschutz, um den Anbau von Energie- sowie Arznei- und Gewürzpflanzen, Zwischenfrüchten und Leguminosen (einschließlich Sojabohnen), das Kompakternteverfahren bei Getreide, die Domestikation der Gerste, den Einfluss der Stickstoffdüngung auf die Backeigenschaften von Weizen, den Einfluss von Anbauverfahren auf den Bodenwasserhaushalt, die Anlage von Blüh-, Uferrand- und Erosionsschutzstreifen, die Luftbildtechnik im Pflanzenbau, um internationale Weizenqualitäten, neue Kulturarten für das mitteldeutsche Trockengebiet und das Precision Farming.

Die DLG-Feldtage fanden zum dritten Mal in Sachsen-Anhalt und nach 2012 erneut in Bernburg-Strenzfeld statt. Mit seinen Standortbedingungen, der ausgezeichneten Infrastruktur im Internationalen Pflanzenbauzentrum und dem enormen Besucherzuspruch konnte der Standort punkten, was mit Blick auf die demnächst anstehende Entscheidung über die Vergabe künftiger Feldtage eine Rolle spielen könnte.

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