Milchkrisen begegnen

25.04.2018

© Sabine Rübensaat

Magdeburg. Die Landesregierung Sachsen-Anhalts ist aufgefordert, sich beim Bund dafür einzusetzen, dass auf EU-Ebene ein dauerhaftes Kriseninstrument zur Verringerung der Milchanlieferung implementiert wird. Dieses soll im Falle des Marktversagens bzw. in Krisenzeiten, in denen ein auskömmlicher Erzeugerpreis unterschritten wird, das Milchangebot in der EU der tatsächlichen Nachfrage anpassen.

 

Zudem soll ein effizientes Frühwarnsystem bei der Marktbeobachtungsstelle der EU-Kommission geschaffen werden. Einen entsprechenden Beschluss hat der Landtag von Sachsen-Anhalt am vergangenen Donnerstag gefasst. Der Antrag mit der Überschrift „Der nächsten Milchkrise wirksam begegnen“ kam von den Koalitionsfraktionen von CDU, SPD und Grünen.

 

Die Landesregierung wird ferner gebeten, sich dafür einzusetzen, dass Deutschland die Lieferbeziehungen zwischen Erzeugern und Verarbeitern verbindlich über schriftliche Verträge vorschreibt, die definierte Preise je Kilo Milch für eine bestimmte Menge in einem bestimmten Lieferzeitraum enthalten, und dass Regelungen geschaffen werden, wonach Milchlieferanten ihre Milchmengen flexibel am Markt unterbringen können (Aufhebung der Andienungspflicht).

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