Mehr Eiweißpflanzen im Anbau

22.07.2015

Körnerleguminosen © Detlef Finger

Körnerleguminosen werden in Sachsen-Anhalt in diesem Jahr auf über 24.000 Hektar angebaut.

Magdeburg. Die erstmals zu erbringenden Umweltvorgaben der EU im Zuge des sogenannten Greening haben den Anbau von Eiweißpflanzen in Sachsen-Anhalt erhöht. 24.200 Hektar wurden in diesem Jahr mit stickstoffbindenden Pflanzen wie Soja- und Ackerbohnen oder Erbsen eingerichtet. Damit hat der Anbau an Eiweißpflanzen gegenüber dem Vorjahr um ca. 12.000 Hektar zugenommen, teilte das Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt heute mit.

Agrarminister Dr. Hermann Onko Aeikens lobte den damit einhergehenden Beitrag der Landwirte zur Verhinderung von Bodenerosion und zur Verbesserung der biologischen Vielfalt. Vor allem Leguminosen seien wertvolle Kulturpflanzen. Ihr Anbau verbessere die Bodenstruktur, sie bringen Luftstickstoff in die Ackerflächen ein, lösen schwerlösliche Pflanzennährstoffe auf und fördern die Biodiversität. Futterleguminosen stellten darüber hinaus ein sehr wertvolles Eiweißfuttermittel dar. Auch würden auf Basis der Körnerleguminosen (vorrangig Lupinen) neue antiallergen wirksame Lebensmittel entwickelt.

Neben diesen Kulturen wurden z.B. auch artenreiche Zwischenfrüchte wie Senf oder Gräser auf 46.600 Hektar angelegt. Außerdem entstanden Hecken, Feldgehölze, Baumreihen auf 1.074 Hektar sowie 957 Hektar Grasuntersaaten und extensive Streifenelemente auf 808 Hektar. Insgesamt haben die im Land vom Greening betroffenen 3.727 Betriebe rund 99.800 Hektar ökologische Vorrangflächen angelegt. Das sind etwa 8,5 Prozent der landwirtschaftlich genutzten Fläche in Sachsen-Anhalt (1,17 Millionen Hektar).

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