Macher geht von Bord

25.09.2014

© Detlef Finger

Fritz Schumann (M.) im Kreis von Laudatoren und Mitstreitern (v. r.): LBV-Präsident Frank Zedler, DBV-Präsident Joachim Rukwied, Agrarminister Dr. Hermann Onko Aeikens und Amtsnachfolgerin Katharina Elwert.

Der Bauernverband Sachsen-Anhalt hat seinen langjährigen Hauptgeschäftsführer, Prof. Dr. Fritz Schumann, nach zwölf Jahren Amtszeit verabschiedet. In Bernburg-Strenzfeld wurden die Verdienste des 66-Jährigen um den Verband und die Landwirtschaft im Beisein von rund 200 Weggefährten, Verbandskollegen und Gästen gewürdigt.

Präsident Frank Zedler lobte das unermüdliche Engagement Schumanns für die Mitglieder, die Betriebe im Land, den ländlichen Raum und damit die Gesellschaft sowie dessen Rolle als „Spezialist in Sachen Agrarreform“. Er habe an wegweisenden Entscheidungen im Verband auf Landes- und Bundesebene entscheidend mitgewirkt und sich stets vehement dafür eingesetzt, dass „die Bauern mit einer Stimme sprechen“. Verbandsintern wichtigste Arbeit und Idee Schumanns sei die Zusammenführung von Kreisvereinen und Landesverband im gemeinsamen Geschäftsbetrieb ab dem Jahr 2006 gewesen, mit dem Ziel, den Verband im Interesse seiner Mitglieder weiterzuentwickeln. „Ein großes Stück Wegstrecke ist dabei geschafft“, sagte Zedler, der mit der Anmerkung schloss: „Fritz Schumann ist ein echter Allrounder und ein Macher.“

DBV-Präsident Joachim Rukwied ergänzte unter Verweis auf Schumanns Vita, „er ist ein Praktiker, der weiß, wovon er spricht“. Seine hervorragende Sach- und Fachkenntnis beeindrucke, der DBV habe davon sehr profitiert. Rukwied lobte Schumanns Qualitäten als „Organisator, Mittler und Koordinator“. Zur Einigkeit der ostdeutschen Bauernverbände und zum Zusammenwachsen der Verbandsfamilie in Deutschland habe er in erheblichem Maße beigetragen. Mit seiner hervorragenden Vernetzung habe er dem Verband Türen in Richtung Politik geöffnet.

Von Schumanns Eigenschaften stellte Präsident Rukwied u. a. Zielorientierheit, strategisches Denken, Durchsetzungsfähigkeit und -stärke sowie seine menschliche Art heraus.

Agrarminister Dr. Hermann Onko Aeikens wertschätzte Schumann als „fairen und verlässlichen Gesprächspartner“, mit dem er viele, auch schwie­rige Diskussionen geführt habe, dies jedoch immer sachlich und konstruktiv sowie lösungsorientiert und „mit einem realistischen Sinn für das Mach­bare“. Die Hauptgeschäftsführung des Verbandes sieht Aeikens bei Nachfolgerin Katharina Elwert, die das Amt seit dem 1. August bekleidet, in guten Händen.

Helgard Wiegand schließlich brachte namens der Belegschaft die Wertschätzung Schumanns als „streitbaren Zeitgenossen und geschätzten Kollegen“ zum Ausdruck, „der den Chef nie hat raushängen lassen“.

Schumann selbst zeigte sich zutiefst beeindruckt von der Würdigung seiner Person und seiner Arbeit. Lehrbeauftragter für Agrarpolitik an der Hochschule Anhalt (er ist 2009 zum Honorarprofessor bestellt worden), wolle er bleiben, erklärte Schumann. Neue Aufgaben stellten sich ihm zudem in seiner künftigen Funktion als Mitgeschäftsführer des Landesweingutes Kloster Pforta. „Im Ehrenamt im Bauernverband wird sein Rat weiterhin gefragt sein“, betonte Präsident Zedler.

Drei Wünsche äußerte Schumann abschließend in Richtung Verband und Berufsstand: „Seid einig, arbeitet am Image der modernen Landwirtschaft (Emotionen wecken!), nehmt das Thema Bildung sehr ernst!“ Für seine Verdienste wurde er mit der Andreas-Hermes-Medaille des DBV und der Ehrennadel des Landes Sachsen-Anhalt ausgezeichnet.    

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