Landjugend ist enttäuscht

25.08.2015

© Detlef Finger

Die regionalen Pflügerentscheide sollten eigentlich auch als Qualifikation für das Bundespflügen im Jahr 2016 in Schleswig-Holstein dienen.

Magdeburg. Die für den 12. September und 19. September geplanten regionalen Pflügerwettbewerbe in Iden und Nebra finden nicht statt. Wie der Landjugendverband (LJV) mitteilte, blieben trotz umfangreicher Bemühungen seitens der Landjugend und des Bauernverbandes sowie von Ausbildungsberatern und Institutionen wie der LLFG Teilnahmemeldungen weitgehend aus. Lediglich die Agrargenossenschaft Bad Dürrenberg, Ausrichter des Bundespflügens 2014, meldete zwei Starter für den Entscheid im Süden des Landes an, die Fahrzeugbau und Landtechnik GmbH Wanzleben einen Teilnehmer für den Norden.

 

Die Geschäftsführerin des Landjugendverbandes (LJV), Jennifer Fliegenschmidt, bedauerte es Anfang dieser Woche sehr, die Wettbewerbe nach langer Vorbereitung und hohem zeitlichen Aufwand nun kurzfristig absagen zu müssen. Sie zeigte sich gegenüber der BauernZeitung tief enttäuscht darüber, dass selbst persönliche Ansprachen landwirtschaftlicher Unternehmen durch Verbandsvertreter erfolglos blieben.

 

Die Betriebe hätten argumentiert, sie wirtschafteten pfluglos, hätten keine Pflugtechnik oder keine Zeit bzw. nur wenig entsprechendes Personal, das die Altersbegrenzung (unter 35 Jahre) erfülle. Leid tut es Jennifer Fliegenschmidt vor allem um die überaus motivierten Ausrichter der beiden Pflügerentscheide, die LLFG Iden nebst Mitstreitern sowie Landwirt Frank Otto aus Wangen, die die Leistungsvergleiche in das 3. Altmärkische Dampfpflugfest und Grünes Wochenende bzw. den Tag des ländlichen Raumes einbinden wollten und nun auf diese Programmteile verzichten müssen. Die LJV-Geschäftsführerin befürchtet zudem, dass die Absage der Pflügerentscheide auf die Landjugend als Veranstalter zurückfallen könnte.

 

In Frage steht damit letztlich auch die Teilnahme von sachsen-anhaltischen Pflügern an der nächsten Bundesmeisterschaft im Jahr 2016 in Schleswig-Holstein, denn die regionalen Wettbewerbe waren auch als Qualifikationsveranstaltungen gedacht.

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