Landesleistungshüten in Oberthau: Sechs Finalisten

21.08.2014

© Detlef Finger

Schafherde

Zur Bildergalerie: Landesleistungshüten in Oberthau - Sechs Finalisten

An diesem Sonnabend findet in Oberthau im Saalekreis die 24. Landesmeisterschaft im Leistungshüten statt. Gastgeber ist die Schäferei Klotz GbR. Beim Finale gehen neben den in vier Regionalentscheiden ermittelten Vereinsmeistern die beiden punktbesten Platzierten an den Start. Direkt qualifiziert hatten sich im Juli im Mittleren Saaletal und in der Altmark die Schäfermeister Martin Winz aus Halle-Seeben bzw. Rüdiger Kassuhn aus Königsmark (siehe Ausgabe 30, S. 15, und Ausgabe 33, S. 17). An den ersten beiden Augustwochenenden zogen nun die zwei anderen Schäfervereine nach.

Personalnot im Harzer Land

Zum Harzer Land-Hüten auf Flächen der Agrargenossenschaft Felgeleben in der Gemarkung Kleinmühlingen im Salzlandkreis fanden sich mit Holger Pilz und Wolfgang Bollmann leider nur zwei der angemeldeten fünf Hüter auf dem Hütegelände ein. Probleme mit ihren Hunden hatten die anderen sehr kurzfristig zu einem Startverzicht bewogen.

Kurzentschlossen machte Holger Pilz, angestellter Schäfer im Gastgeberbetrieb, ein weiteres Hundepaar für einen zweiten Auftritt flott. Zudem sprang Schäfermeister Martin Winz als Starter ein, der sich das Hüten eigentlich nur ansehen wollte.

Mit seinem ersten Hundegespann, den Gelbbacken Bettie und Lillie, gab Holger Pilz als Ausrichter die Richtschnur vor. Seine 98,5 Gesamtpunkte (Leistung Hüter: 47,0/ Halbenhund: 40,0/ Beihund: 11,5) sollten an diesem Tag nicht mehr gebrochen werden. Der Felgelebener sicherte sich damit zum vierten Mal in Folge den Vereinsmeistertitel und auch den Startplatz beim Landeshüten.

Martin Winz trennte am Ende mit 97,5 Zählern (47,5/37,0/13,0) lediglich ein Punkt von Pilz, an den auch der dritte Rang ging – mit seinem zweiten Hundeduo. Platz vier belegte Schäfermeister Wolfgang Bollmann aus Wasserleben im Landkreis Harz mit seinen Altdeutschen Füchsen Neckepenn und Jenna. Trotz der bedauerlichen personellen Ausfälle wurde der von der Agrargenossenschaft Felgeleben mit ihrem Schäfer an der Spitze sehr gut vorbereitete und gut besuchte Wettbewerb am Ende doch noch eine rundum gelungene Sache.

Abschluss im Geiseltal

Der Schäferverein Geiseltal beendete den Reigen der Regionalhüten. Der Agrarbetrieb Droßdorf in Großosida im Burgenlandkreis stellte dafür seine 350-köpfige Suffolkherde zur Verfügung. Bei bestem Hütewetter und vor großer Zuschauerkulisse gingen vier Hüter, darunter die beiden Thüringer Gasthüter Peter Knauth und Mario Scheffel aus Heygendorf, an den Start.

Ralf Engel aus Droyßig, als Schäfer im Gastgeberbetrieb angestellt und amtierender Vereinsmeister, zeigte als dritter Hüter mit Sepp und Hasso ein überragendes Hüten. Nur wenige Punkte ließ das Trio liegen und legte mit 105 Punkten (51,0/41,0/13,0) die Messlatte sehr hoch.

Dennoch musste Engel bis zum Schluss um den Sieg zittern, da der letzte Starter, Mario Scheffel, ihm nur wenig nachstand. Der Thüringer kam am Ende auf 102,5 Punkte (48,5/39,0/15,0). Rang drei ging an Peter Knauth mit 95,0 Zählern (44,0/ 39,0/ 12,0), Vierter wurde Schäfermeister Henry Mähne aus Gatterstädt im Saalekreis.

Ralf Engel qualifizierte sich somit zum vierten Mal in Folge für das Landeshüten. Dem Schäfer und dem Agrarbetrieb Droßdorf gilt ebenfalls ein großer Dank für die gute Vorbereitung der Herde und das Ausrichten des Vereinshütens.

Komplettiert wird das sechsköpfige Starterfeld beim Landeshüten am 23. August durch Schäfer Michael Winz und Schäfermeister Christian Winz aus dem Landgut Krosigk, die im Saaletal als Zweit- bzw. Drittplatzierte mehr Punkte als die Konkurrenz holten.

Umfrage: Ferkelkastration



Wie steht es um den Wissens- und Qualifikationsbedarf bezogen auf Alternativen zur betäubungslosen Ferkelkastration?

Zur Umfrage

ANZEIGE

ANZEIGE

ANZEIGE

Diese Webseite verwendet Cookies. Wenn Sie durch unsere Seiten surfen, erklären Sie sich mit unseren Nutzungsbedingungen einverstanden.

Erfahren Sie mehr