Landesentscheid im Dorfwettbewerb

01.09.2015

© Detlef Finger

Beim Dorfwettbewerb geht es nicht nur um schöne Häuserfassaden, sondern auch um bürgerschaftliches Engagement in den Orten.

Diesdorf. Die Dörfer Gladigau (Landkreis Stendal) und Zappendorf (Saalekreis) werden Sachsen-Anhalt bei dem im nächsten Jahr stattfindenden Bundeswettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ vertreten. Die beiden Orte gingen als Beste des diesjährigen Landeswettbewerbs hervor. Landwirtschafts- und Umweltminister Dr. Hermann Onko Aeikens überreichte dazu am Sonnabend in Diesdorf im Altmarkkreis Salzwedel die Urkunden an die Sieger sowie weitere 14 Gemeinden.

 

In der Begründung der Jury heißt es, Gladigau präsentiere sich als traditionsbewusster und zukunftsorientierter Ort. Obwohl im Herzen der Altmark gelegen, sei das kleine Dorf weit über die Altmark hinaus bekannt. Die Aufführungen des Theatervereins seien inzwischen legendär. Eine solide Basis in Landwirtschaft, Dienstleistung und Gewerbe gäben dem Ort wirtschaftlichen Halt. Einen weiteren, wenn nicht sogar den wichtigsten Halt, bringe das starke, generationsübergreifende Vereinsleben. Das dürfte auch der Grund dafür sein, dass es junge Familien zunehmend nach Gladigau zieht. Sanfter Tourismus auf der Biese und vor allem auf Rad- und Wanderwegen hätten sich entwickelt.

 

Die Gemeinde Zappendorf wurde ausgewählt, weil der Ort ein lebendiges Netzwerk darstelle, das sowohl im wirtschaftlichen als auch im sozialen und kulturellen Bereich gut aufgestellt sei. Die wirtschaftlichen Strukturen seien geprägt von einem breiten Spektrum an Gewerbebetrieben, große und kleine existierten erfolgreich nebeneinander. Neben traditionellen landwirtschaftlichen Unternehmen sei auch Raum für neue Ideen da. So beschäftige sich die Firma Exsemine GmbH seit 2006 mit Pflanzenforschung. Und die Jüngsten würden ebenso mit bei der Verschönerung ihres Dorfes helfen, etwa die „Mülljäger“ aus dem Kinder- und Jugendcamp.

 

Von den insgesamt 109 teilnehmenden Dörfern am Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ konnten sich in den Kreiswettbewerben 16 Orte für den Landeswettbewerb qualifizieren. Drei Dörfer erhielten Sonderpreise für herausragende Leistungen in Teilgebieten des Wettbewerbs. Das sind die Orte Wendischbrome, Wolferode und Mildensee.

 

Die Platzierungen im Überblick:

 

GOLD

Gladigau (Einheitsgemeinde Hansestadt Osterburg, Landkreis Stendal)

Zappendorf (Gemeinde Salzatal, Saalekreis)

Langenstein (Stadt Halberstadt, Landkreis Harz)

Giersleben (Verbandsgemeinde Saale-Wipper, Salzlandkreis)

Bülstringen (Verbandsgemeinde Flechtingen)

Prießnitz (Stadt Naumburg, Burgenlandkreis)

Nedlitz (Stadt Gommern, Jerichower Land)

 

SILBER

Silstedt (Stadt Wernigerode, Landkreis Harz)

Tylsen (Stadt Salzwedel, Altmarkkreis Salzwedel)

Wendischbrome (Gemeinde Jübar; Altmarkreis Salzwedel)

Wolferode (Lutherstadt Eisleben, Landkreis Mansfeld-Südharz)

Saubach (Gemeinde Finneland, Burgenlandkreis)

Wetterzeube (Verbandsgemeinde Droyßig-Zeitzer Forst, Burgenlandkreis)

Mildensee (Stadt Dessau-Roßlau)

Lebien (Stadt Annaburg, Landkreis Wittenberg)

Grimme (Stadt Zerbst/Anhalt, Landkreis Anhalt-Bitterfeld)

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