Land- und Forstwirtschaft – Wichtige Branche

31.07.2013

Ausbildung in der Land- und Forstwirtschaft © Montage Annika Schäfer Fotos: Sabine Rübensaat

 

Die Land- und Forstwirtschaft ist für das Land Sachsen-Anhalt eine wichtige Branche. Über 25 000 Beschäftigte sind im Agrarbereich tätig, hinzu kommen auf jeden Arbeitsplatz zirka sieben Beschäftigte im vor- und nachgelagerten Bereich. Der Cluster Holz zählt landesweit etwa 18.000 Beschäftigte. „Hier für den entsprechend notwendigen Berufsnachwuchs zu sorgen, ist wichtiges Anliegen“, erklärte Landwirtschafts- und Umweltminister Dr. Hermann Onko Aeikens am 11. Juli im Landtag in Magdeburg. Die Regierungsfraktionen von CDU und SPD hatten eine Diskussion zum Thema Berufsnachwuchssicherung im Land im Parlament beantragt.


Das Thema berufliche Bildung und Fachkräftesicherung habe insbesondere unter dem Eindruck der demografischen Entwicklung an Bedeutung gewonnen, so Aeikens: „Es ist ein politisches Ziel, dass unsere jungen Menschen ihre berufliche Zukunft in Sachsen-Anhalt sehen.“ Mit Stand vom 30. Juni 2013 seien 160 neue Ausbildungsverträge in den Berufen der Landwirtschaft abgeschlossen worden. Damit habe man in der Summe der Berufe gegenüber dem Vorjahr sogar etwas zulegen können. Vielfältige Aktivitäten von Berufsstand und Landesregierung, aber auch aus dem parlamentarischen Raum, wirkten offensiv, so Aeikens. Die Landesregierung sei sich ihrer Verantwortung für die Nachwuchssicherung bewusst und erarbeite in den zuständigen Gremien branchenübergreifend abgestimmte konzeptionelle Vorschläge, sagte der Minister weiter.

 

Im Bereich der Aus- und Weiterbildungslandschaft sieht Aeikens Sachsen-Anhalt mit der Landesanstalt für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau (LLFG), die sich an ihren Standorten in der überbetrieblichen Ausbildung engagiert (Zentrum für Tier-

haltung und Technik Iden, Zentrum für Gartenbau und Technik Quedlinburg-Ditfurt, Forstliches Bildungszentrum Magdeburgerforth, Landgestüt Prussendorf) sowie den Berufsschulen und insbesondere der BbS Salzwedel mit ihrem speziellen optionalen Zusatzangebot zum Erwerb der Fachhochschulreife, der Fachschule für Landwirtschaft in Haldensleben, der Hochschule Anhalt in Bernburg sowie der Martin-Luther-Universität in Halle gut aufgestellt. Kaum ein Bundesland verfüge bei den grünen Berufen über so hervorragende Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten, unterstrich der Ressortchef. Die Politik könne allerdings nur die Rahmenbedingungen setzen, nicht aber den Unternehmen die Eigenverantwortung abnehmen. Insofern sei es erfreulich, dass „unsere Betriebe mehr und mehr erkennen, dass eigener Berufsnachwuchs vor allem durch eigenes Engagement gewonnen werden kann und muss“. Wer über engagierte und motivierte junge Auszubildende verfüge, werde auch in Zukunft mit gut ausgebildeten Fachkräften am Markt bestehen können.


Im Wettbewerb um die besten Talente müsse sich die Landwirtschaft als moderner Arbeitgeber mit Perspektive und einer breiten, vielfältigen Palette zukunftsfähiger Berufe präsentieren und müssen die Betriebe attraktive Ausbildungs- und Arbeitsplätze bereitstellen. Dazu gehöre eine angemessene Ausbildungsvergütung bzw. Entlohnung ebenso wie gute nichtmonetäre Arbeitsbedingungen.


Aeikens sagte dem Parlament abschließend zu, dass die Landesregierung in den Ausschüssen über die in Sachsen-Anhalt bestehenden Angebote und Maßnahmen sowie Planungen zur Fachkräftegewinnung und -sicherung berichten werde.

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