Kleinprivatwald in Not

30.04.2018

Sturmschäden im Wald © Detlef Finger

Magdeburg. Die Lage vor allem vieler Kleinprivatwaldbesitzer in Sachsen-Anhalt ist nach mehreren schweren Stürmen in den vergangenen Monaten ernst, viele sind verzweifelt. „Friederike“, „Xavier“ und Co. haben allein hierzulande mehr als 3,5 Mio. Festmeter Holz geworfen. Wie der Waldbesitzerverband Sachsen-Anhalt (WBV) kürzlich auf seiner Mitgliederversammlung in Magdeburg einschätzte, sind auch Monate nach den Stürmen die immensen Schäden in den Wäldern zu großen Teilen nicht aufgearbeitet.

 

Das Holz fließe nur schwer ab, es haben sich erhebliche Waldläger aufgebaut. Mit zunehmend warmer Witterung drohten nun erhebliche Folgeschäden, vor allem durch Insekten, aber auch durch die gesteigerte Waldbrandgefahr. Aus wirtschaftlicher Sicht kämen weitere Probleme hinzu: Die Holzpreise seien gefallen, der Holzmarkt sei zu. Die holzverarbeitende Industrie nutze die Situation gnadenlos aus.

 

„Wir werden vom Land im Stich gelassen“, beklagte der Vorsitzende des Waldbesitzerverbandes, Franz Prinz zu Salm-Salm, zudem. Zu den Naturereignissen gesellten sich Probleme für die Kleinprivatwaldbesitzer durch eine aus seiner Sicht mehr als fragwürdige Forstpolitik. Seine harsche Kritik richtet sich an die Landesregierung und insbesondere das zuständige Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft und Energie.

 

In seiner „Magdeburger Erklärung“ hat der Waldbesitzerverband von der Landesregierung deutlich mehr Unterstützung der Waldbesitzer eingefordert.

 

Die Magdeburger Erklärung des Waldbesitzerverbandes als PDF hier.

 

Mehr zur Mitgliederversammlung des Waldbesitzerverbandes in der Bauernzeitung Heft 18/2018 auf Seite 14.

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