Junglandwirteprogramm

10.08.2016

Junglandwirt © Detlef Finger

Magdeburg. Das Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft und Energie in Sachsen-Anhalt hat das im Koalitionsvertrag vereinbarte Junglandwirteprogramm um zwei wesentliche Elemente erweitert, um so den Berufsnachwuchs noch besser zu unterstützen. Wie Ressortchefin Claudia Dalbert vorige Woche mitteilte, hat die Landgesellschaft eine Hofbörse eingerichtet. Eine zweite wesentliche Maßnahme sei eine Existenzgründungsbeihilfe für Junglandwirte. Diese ermögliche es jungen Landwirten, die mit ihrem Unternehmen starteten, Hilfen bis maximal 70 000 Euro über fünf Jahre zu erhalten.

 

Die Junglandwirte brauchten verlässliche Rahmenbedingungen um für die Zukunft sicher planen und investieren zu können, hob Dalbert hervor. Das Junglandwirteprogramm sei ein Maßnahmenpaket, das den Einstieg in die unternehmerische Verantwortung ebnen solle. Neben den zwei neu beschlossenen Maßnahmen gebe es bereits eine Vielzahl an Regelungen, die fortan ineinandergriffen. So könnten die Junglandwirte beispielsweise im Agrarinvestitionsförderungsprogramm neben dem Zuschuss für Investitionen auch einen zusätzlichen Zuschuss von 10 %, aber maximal 20 000 Euro, erhalten.

 

Bei den Direktzahlungen erhielten Junglandwirte zusätzliche Zahlungen. Darüber hinaus könnten sie das für die Land- und Forstwirtschaft bestehende Bürgschaftsprogramm nutzen. Zudem bestünden Bürgschaftsregelungen und Finanzierungsangebote der Landwirtschaftlichen Rentenbank. Laut Dalbert hat die Landesregierung vor diesem Hintergrund bereits die Änderung des Entwicklungsprogramms für den ländlichen Raum (EPLR) beim Finanzministerium beantragt. Nach Genehmigung der EPLR-Änderung solle die Maßnahme planmäßig 2017 starten.

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