Initiative Tierwohl

04.05.2015

© Detlef Finger

Nahezu jeder vierte beim LKV Sachsen-Anhalt gebündelte Schweinemastbetrieb hat seine Teilnahme an der Initiative Tierwohl erklärt.

Halle. Zum 28. April 2015 wurde die erste Anmelderunde für Schweine haltende Betriebe zur Teilnahme an der Initiative Tierwohl abgeschlossen. Fast ein Viertel der beim Landeskontrollverband für Leistungs- und Qualitätsprüfung Sachsen-Anhalt e.V. (LKV) im Rahmen des Programms Qualität und Sicherheit (QS) gebündelten 96 Schweine haltenden Betriebe haben ihre Teilnahme an der Initiative Tierwohl erklärt. In diesen 23 Betrieben mit zusammen 33 Produktionsstandorten werden pro Jahr fast 140.000 Absetzferkel, 265.000 Aufzuchtferkel und 200.000 Mastschweine gehalten. Obwohl sich Betriebe aller Größenordnungen beteiligen, unterstützen tendenziell mehr Großbetriebe die Initiative Tierwohl, teilte der LKV mit.

 

Die teilnehmenden Betriebe verpflichten sich – nach einem vorgegebenen Kriterienkatalog – zur Haltung ihrer Schweine unter Bedingungen, die weit über den gesetzlichen Standards liegen. Dies verlangt eine Umstellung des Managements und nachhaltige Investitionen in tiergerechte Anlagen.

 

Derzeit werden die vorliegenden Anträge geprüft. Nach Angaben des Landeskontrollverbandes werden acht Haltungsstandorte voraussichtlich eine sofortige Freigabe erhalten und können entsprechend liefern. Unabhängige Kontrolleure haben jetzt begonnen, die umgesetzten Tierwohlmaßnahmen bei den Landwirten zu überprüfen, sodass nach erfolgreichem Audit Fleisch- und Wurstwaren aus Tierwohlbetrieben voraussichtlich im Sommer auf den Markt kommen werden.

 

In der Initiative Tierwohl haben sich Unternehmen und Verbände der Land- und Fleischwirtschaft sowie des Lebensmitteleinzelhandels gemeinsam die Förderung einer tiergerechteren und nachhaltigeren Fleischerzeugung zum Ziel gesetzt. Seit Beginn dieses Jahres zahlen die teilnehmenden Unternehmen des Lebensmitteleinzelhandels pro verkauftem Kilo Schweinefleisch vier Cent in einen Fonds ein, um bundesweit das Tierwohl von bis zu acht Millionen Schweinen zu verbessern.

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