Immer weniger Schäfereien

29.05.2018

© Detlef Finger

Bernburg-Strenzfeld. Es gibt in Sachsen-Anhalt inzwischen mehr Wölfe als haupterwerbliche Schäfereien. Laut Wolfsmonitoringbericht 2016/2017 des Landes waren im Vorjahr hierzulande elf Rudel mit insgesamt 70 Raubtieren offiziell registriert. Hinzu kommen zwei weitere Rudel mit zusätzlich elf Individuen, die aus dem Brandenburgischen über die Landesgrenze „pendeln“.

 

Der Landesschafzuchtverband (LSV) hat die Zahl der noch aktiven erwerbsmäßigen Schäfereien in Sachsen-Anhalt jetzt auf 70 beziffert. Im Vorjahr sei zudem der von der Agrarstatistik erfasste Mutterschafbestand im Land erstmals unter die Marke von 50.000 Tieren gefallen. Im Vergleich zu 2016 seien 4.100 Muttertiere weniger gezählt worden, sagte LSV-Geschäftsführer Dr. Hans-Jörg Rösler am vorigen Donnerstag auf der Mitgliederversammlung des LSV in Bernburg-Strenzfeld.

 

Bei der Tierseuchenkasse sind aktuell zwar noch rund 101.000 Schafe in 5.585 Haltungen gemeldet, hinzu kommen 11.100 Ziegen in 1.615 Haltungen. Hierin sind allerdings auch die unzähligen im Nebenerwerb oder hobbymäßig betreuten Klein- und Kleinstbestände enthalten.

 

Die in einer vom Magdeburger Landtag im Jahr 2012 beschlossenen Konzeption zur Schafhaltung im Land angestrebte Mindestzahl von 100.000 Schafen wird wohl bald unterschritten werden. Der Zuchtverband prognostizierte einen weiteren Rückgang des Schafbestandes.

Diese Webseite verwendet Cookies. Wenn Sie durch unsere Seiten surfen, erklären Sie sich mit unseren Nutzungsbedingungen einverstanden.

Erfahren Sie mehr