Hochwasserschutz verbessern

15.11.2018

Flusslauf © Detlef Finger

Magdeburg. Seit 1990 wurde den Flüssen in Sachsen-Anhalt durch Deichrückverlegungsmaßnahmen Retentionsraum (Wasserrückhaltefläche) im Gesamtumfang von 1.666 ha zurückgegeben. Darauf hat das Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft und Energie hingewiesen. Umweltministerin Claudia Dalbert sagte, damit sei „schon viel erreicht“. Bundesweit seien es bis heute 5.500 ha. Mit jedem Hektar Retentionsfläche verbessere sich der Hochwasserschutz für die Bürger. Gleichzeitig gingen Hochwasserschutz und Naturschutz Hand in Hand: „Was uns im Hochwasserfall hilft, wirkt gleichzeitig unterstützend für die Auen und die dort heimische Artenvielfalt.“

 

Dalbert zufolge wird an der „nächsten Generationenaufgabe“ bereits gearbeitet. Das Programm ‚Mehr Raum für unsere Flüsse‘ soll durch Deichrückverlegungen und Polder 12.500 ha zusätzliche Retentionsfläche im Land schaffen. Die verheerenden Hochwasser 2002 und 2013 hätten gezeigt, dass technische Maßnahmen allein nicht ausreichen, um wirksam vor Hochwasser zu schützen.

 

Die Rückhalteflächen werden meist landwirtschaftlich genutzt. Der Bauernverband fordert seit Jahren einen Verzicht auf die Umwandlung von Acker- in Grünland in Poldern und verlangt zudem einen Rechtsanspruch für betroffene Landwirte auf Entschädigung von Flurschäden, die durch die Flutung von Polderflächen im Hochwasserfall entstehen.

 

 

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