Geflügelpest breitet sich aus

14.11.2016

Nutzgeflügel © Detlef Finger

Magdeburg. Wegen der aktuellen Funde der hochpathogenen Variante des Geflügelpestvirus vom Typ H5N8 bei Wildvögeln und inzwischen auch in Nutzgeflügelhaltungen in mehreren Bundesländern gelte es, die Tierseuchenschutzmaßnahmen für Geflügelbestände zu überprüfen und erforderlichenfalls anzupassen, teilte das Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft und Energie Sachsen-Anhalt am Freitag mit. Agrarministerin Claudia Dalbert appellierte an alle Geflügelhalter im Land, die Biosicherheitsmaßnahmen in ihren Betrieben strikt einzuhalten.

 

Geflügelhaltern, die ihre Tiere im Freiland in der Nähe zu Gewässern mit größeren Ansammlungen von Wildvögeln halten, werde bereits jetzt empfohlen, das Geflügel entweder aufzustallen oder es unter einer gegen Wildvögel gesicherten Schutzvorrichtung zu halten.

 

Die zuständigen Behörden in Sachsen-Anhalt führen laut Ministerium zurzeit Risikobewertungen durch, um Areale festzulegen, in denen Anfang dieser Woche die Aufstallung des dort gehaltenen Geflügels angeordnet werden soll.

 

Aktuell gibt es noch keine Hinweise auf das Vorkommen von H5N8 in Sachsen-Anhalt, dennoch werden insbesondere die Jagdausübungsberechtigten gebeten, bei Beobachtung von vermehrt auftretenden Todesfällen bei Wildvögeln unverzüglich das zuständige Veterinäramt zu informieren. Bisher sind hier vor allem Reiherenten, aber auch Schwäne, Wildgänse, Blesshühner und Möwen betroffen.

 

Für Fragen zum Thema Geflügelpest und Aufstallung stehen die Veterinärämter der Landkreise und kreisfreien Städte und der Fachbereich Veterinärmedizin des Landesamtes für Verbraucherschutz zur Verfügung.

 

In Mecklenburg-Vorpommern gilt ab sofort die Stallpflicht für Geflügel. Sie gilt sowohl für Privatpersonen mit Nutztiergeflügel als auch für industrielle Mast- und Zuchtbetriebe.

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