Freiwillige Milchmengenreduzierung

06.10.2016

Foto: Melkkarussell © Detlef Finger

● Magdeburg. Milcherzeuger haben die Möglichkeit, in einer zweiten Antragsrunde EU-Mittel für eine freiwillige Milchmengenreduzierung zu erhalten. Anträge können seit Freitag, dem 30.September 2016, gestellt werden. Wie das Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft und Energie mitteilt, wurde das Gesamtbudget der EU in Höhe von 150 Millionen Euro in der ersten Antragsrunde knapp unterschritten, sodass Antragsteller, die in der ersten Runde keinen Antrag gestellt haben, sich in der zweiten Runde bewerben können.

 

Am Beihilfeprogramm können Kuhmilcherzeuger teilnehmen, die bis einschließlich Juli 2016 Milch an einen oder mehrere Erstverkäufer geliefert haben. Die Antragstellung für die zweite Runde richtet sich an die Erzeuger, die ihre Liefermengen im Zeitraum November 2016 bis Januar 2017 verringern wollen. Für die Ermittlung der Mengenreduzierung wird der entsprechende Bezugszeitraum des Vorjahres herangezogen. Als Nachweis müssen mit dem Beihilfeantrag die Milchgeldabrechnungen oder Molkereibescheinigungen für den Bezugszeitraum sowie für Juli 2016 eingereicht werden.

 

Für die Maßnahme gilt, dass die Milchmenge mindestens um 1.500 Kilogramm Milch verringert wird. Die Beihilfe wird für maximal 50 Prozent der Milchanlieferung im Referenzzeitraum gezahlt. Entspricht die tatsächliche Verringerungsmenge nicht der genehmigten Verringerungsmenge, wird bei Unterschreitung von 20 Prozent ein Kürzungsmechanismus ansetzen.

 

Die Antragsstellung ist ab sofort online über die HIT/ZID-Datenbank möglich. Antragsteller melden sich dazu mit Ihrer InVeKos-Nummer und individuellen PIN in der Datenbank an. Unter dem Menüpunkt „Milchverringerungsbeihilfenverordnung 2016“ kann der Antrag digital ausgefüllt werden. Auch finden sich hier wichtige Erläuterungen zum Verfahren. Das Online-Programm stellt nach erfolgter Dateneingabe ein Antragsformular zur Verfügung. Der Antrag ist zu unterschreiben und mit den erforderlichen Belegen zur Milchanlieferung fristgerecht bis zum 12. Oktober 2016 um 12.00 Uhr beim zuständigen Amt für Landwirtschaft, Flurneuordnung und Forsten (ALFF) Altmark einzureichen. Das Faxen der Unterlagen ist ebenfalls möglich.

 

Amt für Landwirtschaft, Flurneuordnung und Forsten Altmark, Außenstelle Salzwedel, Goethestraße 3+5, 29410 Salzwedel, Tel. (03901) 846-0, Fax (03901) 846-100. Weitere Informationen im Internet unter www.mule.sachsen-anhalt.de

 

● Schwerin. Auch in Mecklenburg-Vorpommern können 158 Landwirte nach Abschluss der ersten Antragsrunde an der Beihilfemaßnahme für eine Milchmengenreduzierung teilnehmen. Acht Anträge wurden wegen fehlender Nachweise oder Formfehlern abgelehnt. Die Reduktionsmenge beläuft sich auf 24,7 Mio. kg Milch. Das sind 1,5 % weniger Milch als von den Erzeugern mit Betriebssitz in MV 2015 produziert wurden, teilte das Agrarministerium mit. Damit würde MV ca. 9 % der deutschlandweiten Einsparmenge von 286 Mio. kg Milch erbringen.

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